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Erkrankungs- und Todesfälle mit Coronavirus (COVID-19) in Mecklenburg-Vorpommern 2021

Am 3. März 2020 gab es im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zwei registrierte Fälle des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2). Die bestätigte Fallzahl der Erkrankungen belief sich bis zum 22. Januar 2021 auf 17.826. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus betrug 344, wobei sich der erste Todesfall in Mecklenburg-Vorpommern am 28. März 2020 ereignete.

Aktuelle Situation in Deutschland

Die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland ist in den letzten Wochen konstant hoch. Mittlerweile gelten fast alle Kreise in Deutschland als Risikogebiet (über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner*innen in den vergangen sieben Tagen). Waren es zu Beginn der zweiten "Welle" hauptsächlich die Großstädte mit einer hohen 7-Tage-Inzidenz, gilt dies nun für nahezu alle Regionen Deutschlands. Zuletzt gab es in Deutschland keinen Kreis ohne Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen.

Verlängerung des Lockdowns in Deutschland

Seit dem 16. Dezember gilt in Deutschland ein bundesweiter Lockdown, der u.a. Kontaktbeschränkungen, die Schließung der Gastronomie und des Einzelhandels (mit Ausnahme von Produkten des täglichen Bedarfs) sowie Schulschließungen beinhaltet. Da die Fallzahlen immer noch sehr hoch sind, haben sich der Bund und die Länder auf eine zweite Verlängerung und teilweise Verschärfung des Lockdowns bis zum 14. Februar geeinigt. Hier ein kurzer Überblick über die aktuell geltenden Maßnahmen:
  • Private Treffen sind nur noch mit maximal einer nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt.
  • Der Einzelhandel bleibt geschlossen, mit Ausnahme des Einzelhandels mit Produkten des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Supermärkte, Drogerien und Apotheken. Dabei ist zu gewährleisten, dass sich pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche nur eine Person in dem Geschäft aufhält.
  • Alle gastronomischen Betriebe bleiben geschlossen. Auch Betriebskantinen werden geschlossen, sofern es die Arbeitsabläufe zulassen. Lieferung und Abholung von Essen ist weiterhin erlaubt. Der Verzehr vor Ort und der Verzehr alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum sind untersagt.
  • Die Maskenpflicht gilt wie bisher in Einkaufsläden, öffentlichen Verkehrsmitteln und Arbeitsplätzen, an denen der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann. Dazu kommen Orte mit hohem Personenaufkommen auch unter freiem Himmel, die von den Behörden festgelegt wurden. In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften wird die Maskenpflicht auf eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken verschärft.
  • Alle Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen bleiben geschlossen. Der Amateursportbetrieb ist weiterhin eingestellt, Profisport ist ohne Zuschauerinnen und Zuschauer erlaubt. Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften sind nur mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern sowie Maskenpflicht auch am Platz und ohne Gesang erlaubt. Zusammenkünfte mit mehr als zehn Teilnehmenden müssen vorher angemeldet werden.
  • Die Schulen werden geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen vorgesehen werden. In Kindertagesstätten wird analog verfahren. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen.
  • Universitäten sind dazu angehalten, Präsenzveranstaltungen, bis auf Labortätigkeiten sowie Praktika, online abzuhalten.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Dienstleistungen bleiben erlaubt.
  • Hotel-Betriebe dürfen keine Gäste aus touristischen Zwecken aufnehmen.
  • Senioren- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste erhalten vom Bund kostenlos medizinische Schutzmasken und Antigen-Schnelltests. Die Länder werden zudem mehrmals pro Woche verpflichtende Tests für das Personal in den Alten- und Pflegeeinrichtungen und mobilen Pflegediensten anordnen. In Regionen mit erhöhter Inzidenz müssen Besucherinnen und Besucher zukünftig einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen. Auch Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind besonders schutzbedürftig, weshalb dort auch vermehrt getestet werden soll.
  • Um die Kontakte im öffentlichen Personenverkehr zu reduzieren, sollen weitgehend Homeoffice-Möglichkeiten genutzt werden, das Fahrgastaufkommen in den Stoßzeiten des Berufs- und Schülerverkehrs entzerrt werden und, wo möglich und nötig, zusätzliche Verkehrsmittel eingesetzt werden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird eine Verordnung befristet bis zum 15. März 2021 erlassen, wonach Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen. Zur weiteren Reduzierung der Fahrgastzahlen im ÖPNV zu klassischen Berufsverkehrszeiten werden die Unternehmen aufgefordert, flexible Arbeitszeiten wo immer möglich so einzusetzen, dass das Fahrgastaufkommen zu Arbeitsbeginn und -ende möglichst stark entzerrt wird.
  • Alle Betriebe, Selbstständige und Vereine, die schließen müssen, sollen entschädigt werden. Der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen soll aufgefangen werden, indem Teilabschreibungen unbürokratisch und schnell möglich gemacht werden. Zu inventarisierende Güter können ausgebucht werden. Für Gewerbemiet- und Pachtverhältnisse, die von staatlichen Covid-19 Maßnahmen betroffen sind, wird gesetzlich vermutet, dass erhebliche Nutzungsbeschränkungen in Folge der Covid-19-Pandemie eine schwerwiegende Veränderung der Geschäftsgrundlage darstellen können. Damit werden Verhandlungen zwischen Gewerbemietern bzw. Pächtern und Eigentümern vereinfacht. Außerdem wurde die Überbrückungshilfe für Unternehmen und Selbstständige verlängert (Überbrückungshilfe III).
  • Die Dauer der häuslichen Quarantäne-Zeit von Kontaktpersonen (unter der Bedingung eines negativen Testergebnisses) wurde ab dem 1. Dezember auf zehn Tage reduziert. Bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten gilt die Zwei-Test-Strategie und eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von 10 Tagen nach Rückkehr. Der erste Test muss binnen 48 Stunden vor Anreise oder unmittelbar nach der Einreise durchgeführt werden. Eine Beendigung der Quarantäne ist nur durch einen negativen zweiten Test möglich, der frühestens am 5. Tag nach der Einreise abgenommen wurde.
  • In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gelten je nach Bundesland weitere Maßnahmen. Zum Teil wird der Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort eingeschränkt, sofern kein triftiger Grund zum Verlassen vorliegt. Tagestouristische Ausflüge gelten demnach nicht als triftiger Grund.

Erkrankungs- und Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) in Mecklenburg-Vorpommern seit März 2020

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Quelle

Robert Koch-Institut

Veröffentlichungsdatum

Januar 2021

Region

Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern)

Erhebungszeitraum

2020 und 2021

Hinweise und Anmerkungen

* Aus Mecklenburg-Vorpommern wurden dem RKI an diesem Tag keine Daten übermittelt.

** An diesem Tag ist die Anzahl der Todesfälle nicht verfügbar.

Seit dem 17.3.2020 werden ausschließlich die dem RKI von den Gesundheitsämtern übers Bundesland elektronisch übermittelten Fälle dargestellt. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das RKI kann es Abweichungen zu den z.B. von den Bundesländern aktuell herausgegebenen Zahlen geben.

Hinweis des RKI: Während der Weihnachtsfeiertage, zum Jahreswechsel und an den umgebenden Tagen ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.

Der Datenstand bezieht sich auf 00:00 Uhr.

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