Alternative Rauchprodukte: Elektrische Zigaretten, Wasserpfeifen und rauchloser Tabak

Die Rauchgewohnheiten der Deutschen haben sich in den letzten Jahren verändert: Zusätzlich zu den klassischen Zigaretten, Zigarillos, Zigarren, Dreh- oder Pfeifentabak finden heutzutage weitere alternative Rauchprodukte Anklang unter den deutschen Tabakkonsumierenden. Dazu zählen nicht nur traditionelle Tabakwaren, wie Kau- oder Schnupftabak und Wasserpfeifen, die bereits seit Jahrhunderten konsumiert werden. Auch elektronische Produkte, also E-Zigaretten oder Tabakerhitzer, sind immer beliebter auf dem deutschen Markt. Die Gründe für die Nutzung alternativer Rauchprodukte sind dabei vielfältig: Neben der Annahme, dass E-Zigaretten und Tabakerhitzer weniger gesundheitsschädlich sind und dem Vorteil, dass sie sich auch dort nutzen lassen, wo Tabakrauchen in der Regel nicht gestattet ist, sehen viele Raucher:innen in ihnen eine Möglichkeit, ihren Tabakkonsum zu reduzieren bzw. ihn ganz zu beenden. Vor allem Nutzer:innen von E-Zigaretten geben dies als Hauptnutzungsgrund an. Und während der Absatz von Zigaretten in Deutschland in den letzten Jahren rückläufig ist, steigt gleichzeitig der Verkauf von elektronischen Rauchalternativen sowie Shishatabak an.

Elektronische Alternativen: E-Zigaretten und Tabakerhitzer

Zu den elektronischen Alternativen zählen E-Zigaretten, die sich bereits seit mehreren Jahren auf dem deutschen Markt einiger Beliebtheit erfreuen. E-Zigaretten erhitzen eine Flüssigkeit, das so genannte Liquid, mittels einer Batterie oder einem Akku. Der entstandene Dampf wird dann inhaliert. Noch nicht so weit verbreitet aber immer mehr im Kommen sind Tabakerhitzer, auch Heat-not-burn-Produkte genannt. Tabakerhitzer enthalten einen Tabakstift, der einer herkömmlichen Zigarette ähnelt. Der Tabak wird jedoch lediglich erhitzt und nicht verbrannt und das entstehende Aerosol als Dampf eingeatmet. So entstehen weder Rauch noch Asche und auch kein klassischer Zigarettengeruch. In Deutschland verwendete im Jahr 2020 jedoch nur rund ein Prozent der Rauchenden Tabakerhitzer, weitere vier Prozent haben sie ein paar Mal ausprobiert. Im EU-weiten Vergleich haben die Raucher:innen aus Tschechien am meisten Erfahrung mit diesem Tabakprodukt gesammelt. Auch wenn sie als weniger schädliche Alternative zur Zigarette gelten, sind auch diese Rauchalternativen gesundheitlich nicht unbedenklich und können abhängig machen.

Wasserpfeifen und Shishas: Alternatives Rauchprodukt im Trend

Shishas erfreuen sich in Deutschland seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Mehr als ein Viertel der Deutschen hat die Wasserpfeife arabischen Ursprungs bereits ausprobiert. Und der Trend steigt weiter an - in den letzten drei Jahren hat sich der Absatz von Shishatabak auf dem deutschen Markt nahezu verdreifacht. Der Geschmack und Geruch des zumeist mit Fruchtaromen vermischten Tabaks lässt den Eindruck entstehen, beim Shisharauchen handle es sich um eine weniger schädliche Form des Tabakkonsums. Doch das Gegenteil ist der Fall: durch das zumeist sehr lange Rauchen einer Shisha werden im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette sogar mehr Nikotin und Giftstoffe aufgenommen. Die Verdrängung des klassischen, herben Tabakgeschmacks spricht dazu besonders junge Menschen an. Im Jahr 2022 wurde das Tabaksteuergesetz deshalb angepasst und höhere Besteuerungen auf Tabakerhitzer, Liquids für E-Zigaretten und Wasserpfeifentabak erhoben. Die steigenden Preise sollen diese Tabakprodukte besonders für die preissensible jüngere Zielgruppe unattraktiver machen.

Rauchfreie Tabakprodukte: Schnupf-, Kau- und anderer Oraltabak

Der Konsum rauchloser Tabakwaren ist in Deutschland weniger verbreitet. Im Gegensatz zu anderen Rauchalternativen wird der verwendete Tabak in diesen Erzeugnissen weder verbrannt noch erhitzt. Der fein gemahlene Schnupftabak wird über die Nase konsumiert. Dieser stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und fand seinen Weg im 17. Jahrhundert nach Europa. Diese Tabakware ist in Deutschland zulässig und gilt als weniger gesundheitsschädlich, da der Tabak nicht verbrennt und in dem Zuge keine giftigen Nebenprodukte wie Benzol oder Teer aufgenommen werden. Kau- und anderer Oraltabak wird im Mund gehalten oder gekaut. Oraltabak ist vor allem in Skandinavien, und hier besonders in Schweden, als Snus und in Nordamerika als Smokeless Tobacco weit verbreitet. Außer in Schweden ist der Verkauf von Oraltabak innerhalb der EU jedoch verboten, weshalb diese Tabakwaren hierzulande weniger zum Einsatz kommt. Auch wenn die Beliebtheit alternativer Rauchprodukte immer mehr steigt, da sie als weniger schädliche Varianten der herkömmlichen Zigaretten gelten, bleibt bei allen Varianten jedoch immer ein gewisses gesundheitliches Risiko bestehen.

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