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Statistiken zum Thema Augenoptik und Hörgeräteakustik in Deutschland

Laut dem Institut für Demoskopie Allensbach nutzt etwa die Hälfte der Deutschen über 14 Jahren Hilfsmittel zur Korrektur einer Sehschwäche. Insgesamt rund 25 Millionen von ihnen sind demzufolge ständige und etwa 19 Millionen zumindest gelegentliche Brillenträger. Mehr als 3,6 Millionen Deutsche tragen Kontaktlinsen (ausschließlich oder in Ergänzung zur Brille).

Auffällig ist die positive Korrelation mit dem Alter. Ist der Anteil der Brillenträger bei den 20 bis 29-Jährigen noch gering, steigt er insbesondere im mittleren Alter (45 bis 59 Jahre), wenn die Altersweitsichtigkeit einsetzt, sprunghaft an und erreicht über 90 Prozent bei Personen ab 60 Jahren.

Augenoptiker in Deutschland

Der Brillenabsatz in Deutschland liegt nach Schätzungen des ZVA ziemlich konstant bei mehr als zehn Millionen Stück jährlich. Den Umsatz der stationären Augenoptikbranche taxiert der Verband auf etwa 5,6 Milliarden Euro für das Jahr 2020. Die Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes geht für das Vorjahr von Nettoerlösen in Höhe von rund 5,9 Milliarden Euro aus. Fielmann ist mit einem Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro das mit Abstand größte Unternehmen der Branche. Allein Apollo Optik erreicht in Deutschland annähernd Umsatzvolumina der Größenordnung der Hamburger Kette. Des Weiteren operieren regionale Ketten und unabhängige Fachgeschäfte innerhalb der Branche.

Strukturveränderungen in der Augenoptikerbranche

Nach dem weitgehenden Wegfall der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind Augenoptiker stärker als früher als Verkäufer ihrer Ware gefordert. Zuletzt betrug der Anteil der Krankenkassenleistungen nur noch etwa ein Prozent des Gesamtumsatzes der Branche. Aufgrund des hohen Beratungsbedarfs spielt der E-Commerce im Gegensatz zum übrigen Einzelhandel noch keine bestimmende Rolle beim Brillenkauf. Laut der Verbrauchs- und Medienanalyse nutzen nur rund zwei Prozent der Brillenkäufer normalerweise das Internet als Kaufort für Brillen. Bei Brillen ohne Sehschwächekorrektur wie beispielsweise Sonnenbrillen liegt der Anteil allerdings schon deutlich höher. Das Statistische Bundesamt schätzt in der Jahresstatistik im Handel den Anteil der Umsätze, den stationäre Augenoptiker im Netz erzielen, auf etwas niedriger als ein Prozent, wobei es hier aufgrund des Stichprobencharakters der Untersuchung zu größeren Abweichungen kommen kann.

Hörgeräteakustik als Teil der Branche

In der Sortimentsstruktur der Augenoptiker stehen Brillen für mehr als vier Fünftel der Erlöse und Kontaktlinsen für weitere fünf Prozent. Etwa ein Zehntel des Umsatzes der Optiker machen Hörgeräte aus - absolut rund 550 Millionen Euro. In Zeiten des demographischen Wandels wird Hörgeräteakustik zu einem immer wichtigeren Thema in Deutschland. Schätzungsweise 2,4 Millionen Menschen in Deutschland tragen ein Hörgerät. Mehr als vier Millionen Personen geben allerdings an, schlecht oder sehr schlecht zu hören. Hier zeigt sich eine Versorgungslücke, die ein Wachstum des Marktes erwarten lässt. Neben Optikern buhlen spezialisierte Hörgeräteakustiker um Kunden. Die größten Unternehmen in diesem Bereich sind KIND aus Hannover, Sonova (Geers) sowie die multinationale Amplifon-Kette aus Italien.



Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Augenoptik und Hörgeräteakustik in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Branchenüberblick

Verbrauchereinstellungen

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 65 Statistiken aus dem Thema "Augenoptik und Hörgeräteakustik in Deutschland".

Augenoptik und Hörgeräteakustik in Deutschland

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Laut dem Institut für Demoskopie Allensbach nutzt etwa die Hälfte der Deutschen über 14 Jahren Hilfsmittel zur Korrektur einer Sehschwäche. Insgesamt rund 25 Millionen von ihnen sind demzufolge ständige und etwa 19 Millionen zumindest gelegentliche Brillenträger. Mehr als 3,6 Millionen Deutsche tragen Kontaktlinsen (ausschließlich oder in Ergänzung zur Brille).

Auffällig ist die positive Korrelation mit dem Alter. Ist der Anteil der Brillenträger bei den 20 bis 29-Jährigen noch gering, steigt er insbesondere im mittleren Alter (45 bis 59 Jahre), wenn die Altersweitsichtigkeit einsetzt, sprunghaft an und erreicht über 90 Prozent bei Personen ab 60 Jahren.

Augenoptiker in Deutschland

Der Brillenabsatz in Deutschland liegt nach Schätzungen des ZVA ziemlich konstant bei mehr als zehn Millionen Stück jährlich. Den Umsatz der stationären Augenoptikbranche taxiert der Verband auf etwa 5,6 Milliarden Euro für das Jahr 2020. Die Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes geht für das Vorjahr von Nettoerlösen in Höhe von rund 5,9 Milliarden Euro aus. Fielmann ist mit einem Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro das mit Abstand größte Unternehmen der Branche. Allein Apollo Optik erreicht in Deutschland annähernd Umsatzvolumina der Größenordnung der Hamburger Kette. Des Weiteren operieren regionale Ketten und unabhängige Fachgeschäfte innerhalb der Branche.

Strukturveränderungen in der Augenoptikerbranche

Nach dem weitgehenden Wegfall der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind Augenoptiker stärker als früher als Verkäufer ihrer Ware gefordert. Zuletzt betrug der Anteil der Krankenkassenleistungen nur noch etwa ein Prozent des Gesamtumsatzes der Branche. Aufgrund des hohen Beratungsbedarfs spielt der E-Commerce im Gegensatz zum übrigen Einzelhandel noch keine bestimmende Rolle beim Brillenkauf. Laut der Verbrauchs- und Medienanalyse nutzen nur rund zwei Prozent der Brillenkäufer normalerweise das Internet als Kaufort für Brillen. Bei Brillen ohne Sehschwächekorrektur wie beispielsweise Sonnenbrillen liegt der Anteil allerdings schon deutlich höher. Das Statistische Bundesamt schätzt in der Jahresstatistik im Handel den Anteil der Umsätze, den stationäre Augenoptiker im Netz erzielen, auf etwas niedriger als ein Prozent, wobei es hier aufgrund des Stichprobencharakters der Untersuchung zu größeren Abweichungen kommen kann.

Hörgeräteakustik als Teil der Branche

In der Sortimentsstruktur der Augenoptiker stehen Brillen für mehr als vier Fünftel der Erlöse und Kontaktlinsen für weitere fünf Prozent. Etwa ein Zehntel des Umsatzes der Optiker machen Hörgeräte aus - absolut rund 550 Millionen Euro. In Zeiten des demographischen Wandels wird Hörgeräteakustik zu einem immer wichtigeren Thema in Deutschland. Schätzungsweise 2,4 Millionen Menschen in Deutschland tragen ein Hörgerät. Mehr als vier Millionen Personen geben allerdings an, schlecht oder sehr schlecht zu hören. Hier zeigt sich eine Versorgungslücke, die ein Wachstum des Marktes erwarten lässt. Neben Optikern buhlen spezialisierte Hörgeräteakustiker um Kunden. Die größten Unternehmen in diesem Bereich sind KIND aus Hannover, Sonova (Geers) sowie die multinationale Amplifon-Kette aus Italien.



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