Statistiken zum Thema Augenoptik und Hörgeräteakustik in Deutschland

Laut Allensbach nutzt etwa die Hälfte der Deutschen über 14 Jahren Hilfsmittel zur Korrektur einer Sehschwäche. Insgesamt rund 24,5 Millionen von ihnen seien demzufolge ständige und fast 19 Millionen zumindest gelegentliche Brillenträger. Drei Millionen Deutsche trügen Kontaktlinsen (ausschließlich oder in Ergänzung zur Brille). Der Branchenverband ZVA schätzt den Anteil der Brillenträger in der Bevölkerung mit etwa Zwei Dritteln dabei noch höher ein.


Auffällig ist die positive Korrelation mit dem Alter. Beträgt der Anteil der Brillenträger bei den 20 bis 29-Jährigen noch weniger als ein Drittel, steigt er insbesondere im mittleren Alter (45 bis 59 Jahre), wenn die Altersweitsichtigkeit einsetzt, sprunghaft an und erreicht über 90 Prozent bei Personen ab 60 Jahren.

Der Brillenabsatz liegt in Deutschland nach Schätzungen des ZVA ziemlich konstant bei rund zwölf Millionen Stück jährlich. Den Umsatz der stationären Augenoptikbranche taxiert der Verband auf über 5,7 Milliarden Euro für das Jahr 2016. Die Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes kommt zu ganz ähnlichen Ergebnissen und geht für 2015 von Nettoerlösen in Höhe von rund 5,2 Milliarden Euro aus.

Fielmann ist mit einem Umsatz von rund 1,05 Milliarden Euro das mit Abstand größte Unternehmen der Branche. Allein Apollo Optik erreicht in Deutschland annähernd Umsatzvolumina der Größenordnung der Hamburger Kette. Des Weiteren operieren regionale Ketten und unabhängige Fachgeschäfte innerhalb der Branche.

Nach dem weitgehenden Wegfall der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen in den letzten Jahren sind Augenoptiker stärker als früher als Verkäufer ihrer Ware gefordert. Zuletzt betrug der Anteil der Krankenkassenleistungen nur noch etwa ein Prozent des Gesamtumsatzes der Branche.

Wohl aufgrund des hohen Beratungsbedarfs spielt der E-Commerce im Gegensatz zum übrigen Einzelhandel noch keine bestimmende Rolle beim Brillenkauf. Laut der Verbrauchs- und Medienanalyse nutzen nur 1,3 Prozent der Brillenkäufer (bzw. 0,8 Prozent der Gesamtbevölkerung) normalerweise das Internet als Anlaufstelle – bei Brillen ohne Sehschwächekorrektur (z.B. Sonnenbrillen) liegt der Anteil allerdings schon deutlich höher. Das Statistische Bundesamt schätzt in der Jahresstatistik im Handel den Anteil der Umsätze, den stationäre Augenoptiker im Netz erzielen, auf etwas über ein Prozent, wobei es hier aufgrund des Stichprobencharakters der Untersuchung zu größeren Abweichungen kommen kann.

In der Sortimentsstruktur der Augenoptiker stehen Brillen für vier Fünftel der Erlöse und Kontaktlinsen für weitere sieben Prozent. Hörgeräte machen demnach etwa ein Zehntel des Umsatzes der Optiker, rund 580 Millionen Euro, aus. In Zeiten des demographischen Wandels wird Hörgeräteakustik zu einem immer wichtigeren Thema in Deutschland. Schätzungsweise 1,9 Millionen Menschen in Deutschland tragen ein Hörgerät. Mehr als drei Millionen geben allerdings an, schlecht oder sehr schlecht zu hören. Hier zeigt sich also eine Versorgungslücke, die ein Wachstum des Marktes erwarten lässt. Neben Optikern buhlen spezialisierte Hörgeräteakustiker um Kunden. Die größten Unternehmen in diesem Bereich sind Kind aus Hannover, Sonova sowie die multinationale Amplifon-Kette aus Italien.



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