Ursachenverteilung von Arbeitsunfähigkeit in Deutschland

Im Jahr 2019 waren Nervenerkrankungen mit knapp 30 Prozent die wichtigste Ursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Damit hat sich der Anteil gegenüber dem Vorjahr zwar etwas verringert, in den letzten zehn Jahren aber rum rund 10 Prozent zugenommen. Zweithäufigste Ursache mit rund 21 Prozent bilden die Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. Die Ursache für eine Berufsunfähigkeit durch Krebs und andere bösartige Neubildungen ist mit 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen – vor allem in der Altersgruppe der über 51-Jährigen. Erkrankungen des Herzens und Unfälle haben hingegen leicht abgenommen. Sonstige Erkrankungen haben einen Anteil von über 17 Prozent.

Definition Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit* im Sinne der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung nach § 240 Abs. 2 SGB VI ist die dauernde krankheits-, unfall- oder invaliditätsbedingte Unfähigkeit einer Person, ihren Beruf mehr als sechs Stunden auszuüben. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit liegt eine Berufsunfähigkeit auch dann vor, wenn der Betroffene gesundheitlich imstande wäre, einen anderen, jedoch gegebenenfalls sozial weniger angesehenen oder mit (erheblichen) Einkommenseinbußen verbundenen Beruf auszuüben. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit – d.h. eine Tätigkeit, die den Fähigkeiten sowie Dauer und Umfang der Ausbildung eines Betroffenen entspricht - vollschichtig ausüben kann. Die Arbeitsmarktlage spielt dabei keine Rolle.

Verteilung der Ursachen von Berufsunfähigkeit in Deutschland im Jahr 2019

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Quelle

Veröffentlichungsdatum

April 2019

Region

Deutschland

Hinweise und Anmerkungen

* Berufsunfähig im Sinne der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung sind nach § 240 Abs. 2 SGB VI Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfanges ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufes und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können. Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit vollschichtig ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.

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