Statistiken zur Abwasserwirtschaft

Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ist Deutschland im europäischen Vergleich das Land, in dem am meisten Abwasser aufbereitet und recycelt wird. Circa 96 Prozent des Abwassers werden laut Quelle in nahegelegene Kläranlagen geleitet und gereinigt. Die verschiedenen Arten des Abwassers werden dabei in drei Kategorien aufgeteilt: Schmutzwasser, Regenwasser und Fremdwasser.

Schmutzwasser wird aus privaten Haushalten, Industrie und Gewerbe in die Kläranlagen geleitet. Im Jahr 2013 belief sich die Menge des abgeleiteten Schmutzwassers auf rund fünf Milliarden Kubikmeter. Dies entspricht einem Anteil von 51 Prozent an der Abwassermenge in öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen in Deutschland. Regen- und Fremdwasser nehmen jeweils einen Anteil von rund 26 bzw. 23 Prozent ein. Die Menge an abgeleitetem Regenwasser betrug zudem im Jahr 2013 rund 2,7 Milliarden Kubikmeter.
Fremdwasser wird allgemein als Wasser bezeichnet, das ungewollt in die Kanalisation eingedrungen ist. Beispiele dafür sind in die Kanalisation eingedrungenes Grundwasser (aufgrund von Undichtigkeit z.B.) oder auch Fluss- oder Drainagewasser. Mit rund 2,2 Milliarden Kubikmeter Abwassermenge an Fremdwasser eingerechnet, belief sich zusammengefasst die gesamte Abwassermenge in Deutschland im Jahr 2013 auf 9,8 Milliarden Kubikmeter.
Die genannten Abwassermengen werden über ein Kanalnetz mit einer Länge von rund 580.000 Kilometern abgeleitet. 42 Prozent des Gesamtnetzes waren dabei Mischwasserkanäle, 36 Prozent Schmutzwasserkanäle und 22 Prozent Regenwasserkanäle.

Grundsätzlich wird die Abwasserentsorgung in Deutschland über die öffentliche Hand geregelt. Diese wird wiederum an kommunale Verbände und Unternehmen übertragen, die zum größten Teil über den Verband kommunaler Unternehmen organisiert sind. Der Umsatz von Abwasserentsorgungsunternehmen im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) belief sich im Jahr 2014 auf rund 6,1 Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten in Abwasserentsorgungsunternehmen im VKU betrug insgesamt 24.415. Insgesamt waren laut Statistischem Bundesamt 36.527 Personen in der Abwasserentsorgung in Deutschland im genannten Jahr beschäftigt.

Der Preisindex der Abwasserentsorgung in Deutschland ist in den vergangenen 20 Jahren stetig angestiegen. Im Jahr 1996 betrug der Preisindex 78,4 Punkte (ausgehend vom Jahr 2010: Index=100) und stieg zum Jahr 2016 auf insgesamt 104,2 Punkte an. Im bundesweiten Vergleich der durchschnittlichen Abwasserkosten je Kubikmeter belegte Brandenburg mit 3,34 Euro je Kubikmeter Abwasser (bezogen auf den Frischwasserbezug) den ersten Rang gefolgt vom Saarland und von Sachsen-Anhalt. Der bundesweite Durchschnitt lag zum Erhebungszeitraum bei 2,36 Euro.

Weitere Daten und Fakten zur Abwasserwirtschaft in Deutschland finden Sie im hier verlinkten Dossier.



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Abwasserwirtschaft in Deutschland - Wichtige Statistiken

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