Statistiken zum Wintertourismus in Österreich

Veröffentlicht von Statista Research Department, 12.08.2019
Österreich gehört mit seinen Bergen zu den beliebtesten Wintersportregionen Europas. Daher ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle für das Land. Die Umsätze in der österreichischen Tourismusbranche stiegen in den vergangenen Jahren stetig an. Setzte die Branche im Jahr 2010 in der Wintersaison noch circa 11,4 Milliarden Euro um, waren es im Jahr 2017 bereits um die 13,3 Milliarden Euro.

Das größte Skigebiet in Österreich, gemessen an der Länge der Pisten, befindet sich in St. Anton/St. Christoph/Stuben/Lech/Zürs/Warth/Schröcken - Ski Arlberg mit einer Gesamtlänge von mehr als 300 Pistenkilometern. Dabei unterscheiden sich die Kosten für einen Skiurlaub je nach Urlaubsort deutlich. In der Wintersaison 2015/16 betrugen die Kosten im Skigebiet Montafon rund 30 Euro pro Nacht pro Person. In Ischgl mussten rund 57 Euro bezahlt werden.

Echte Wintersportfans, die es aktiv mögen, sollten sich für 'Lech Zürs' oder die 'Ischgl - Silvretta Arena' entscheiden. Hier warten in der Skisaison 2017/18, laut einem Ranking der 'Handelszeitung Schweiz', eines der drei sportlichsten Skigebiete in den Alpen. Wer mit der Familie in den Winterurlaub fahren möchte, ist laut dem Ranking, in der österreichischen Winterdestination 'Serfaus-Fiss-Ladis' (Platz 5) und 'Schruns/Montafon - Silvretta Montafon' (Platz 10) sehr familienfreundlich aufgehoben. Für Touristen, die im Winterurlaub Abwechslung bevorzugen, lohnt sich ein Besuch der Ferienregionen 'Kitzbühel' (Platz 4) und 'Saalbach-Hinterglemm' (Platz 8).

Die Anzahl der Winterbetten in Beherbergungsbetrieben in Österreich belief sich in der Gemeinde Sölden (Saison 2017/18) auf knapp 17.250. Der Wintersportort Ischgl bot in dieser Saison insgesamt 11.797 Winterbetten an - darunter 72,3 Prozent von gewerblichen Beherbergungsbetrieben. In Sölden wurden 81,4 Prozent der Winterbetten aus gewerblicher Hand angeboten.

Für den heimischen Wintertourismus spielten die Skigebiete im Jahr 2016 bei 41 Prozent der Österreicher eine wichtige Rolle. Als beliebteste Urlaubsaktivität in der Wintersaison 2013/2014 zählte bei 65 Prozent der Winterurlauber das Skifahren. Für 22 Prozent der Touristen durfte es in der Wintersaison aber auch ein entspannender Erholungsurlaub sein.

Im Vergleich der letzten zehn Jahre hatten die österreichischen Seilbahnen mit 27.600 Betriebstagen die niedrigste Bilanz in der Wintersaison 2017/18. Trotz der geringeren Betriebstage konnte der Kassenumsatz der Seilbahnbetriebe in Österreich 1,43 Milliarden Euro erzielen - 29 Millionen Euro mehr als in der Wintersaison 2009/10. Ein weiteres sehr erfreuliches Ergebnis ist die Abnahme der Alpinunfälle und der Rückgang der Toten und Verletzten auf den Skipisten und -routen in Österreich.

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