Statistiken zur Internetkriminalität in Deutschland

Veröffentlicht von L. Rabe, 09.01.2019
Internetkriminalität bezeichnet nach der Definition des Bundeskriminalamts Straftaten, die im Internet oder auf Basis der Technologien des Internets begangen werden. Sie sind abzugrenzen von Straftaten im Bereich der Computerkriminalität („Cybercrime im engeren Sinne“) bei denen zwar Computer als Tatwaffe, aber nicht das Internet als solches, von Bedeutung sind.

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 29 Statistiken aus dem Thema "Internetkriminalität in Deutschland".


Das Tatmittel Internet spielte im Jahr 2017 bei rund 252.000 polizeilich registrierten Straftaten eine Rolle. Der Schwerpunkt lag hierbei auf dem Bereich des Waren- und Kreditbetrugs, wobei durch die weite Definition des Begriffs „Internetkriminalität“ auch ein großer Anteil „Sonstiger Straftaten“ (32,7 Prozent) zu beobachten ist. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die sogenannten „Phishing-Fälle“, bei denen versucht wird, über gefälschte Webseiten oder E-Mails Zugriff auf die Bank- und Identifikationsdaten von Internetnutzern zu erlangen. Entsprechende Fälle wurden im Jahr 2017 insgesamt rund 1.400 Mal zur Anzeige gebracht.

Der größte Anteil der Phishing-Angriffe entfällt aktuell auf globale Internetportale. Cyberattacken verursachen meist hohe Kosten, die den Unternehmen oder Privatpersonen schwer zusetzen. So beliefen sich die Schäden durch Cyberkriminalität in Deutschland im Jahr 2017 dem Bundeskriminalamt zufolge auf rund 72 Millionen Euro. Betrachtet man die Pro-Kopf-Kosten für Unternehmen aufgrund von Datenpannen im Internet, führen die USA das Ranking mit 225 US-Dollar an. Bezüglich der Industriezweige sind die Pro-Kopf-Kosten im Gesundheitswesen mit großem Abstand am höchsten.

In Deutschland hat rund die Hälfte der Internetnutzer schon einmal Erfahrungen mit Internetkriminalität gemacht. Mehr als drei Viertel der Internetnutzer in Deutschland achten auf einen vorsichtigen Umgang mit ihren persönlichen Daten, um sich vor Internetkriminalität zu schützen. In Unternehmen wird hauptsächlich auf eine Netzwerkabsicherung als Maßnahmen zum Schutz gegen Cyberangriffe gesetzt. Auch die Nutzung von Cyber-Versicherungen für den Fall des Auftretens von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl gewinnt an Bedeutung. Im Rahmen einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2018 gaben 14 Prozent der befragten Industrieunternehmen an, bereits eine solche Cyber-Versicherung abgeschlossen zu haben. 13 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, den Abschluss einer solchen Versicherung zu planen.

Internetkriminalität in Deutschland

Dossier zum Thema

Alle wichtigen Statistiken redaktionell aufbereitet - direkt downloadbar als PPT & PDF!
TOP SELLER

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Internetkriminalität in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Finanzieller Schaden

Erfahrungen mit Internetkriminalität

Schutzmaßnahmen

Interessante Statista-Reporte

Statista Digital Market Outlook
230+ Folien zur digitalen Wirtschaft

Weitere interessante Themen aus der Branche "Cyberkriminalität"

Verwandte Themen

Sie haben noch Fragen?

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach.
Wir helfen Ihnen gern!

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach.
Wir helfen Ihnen gern!

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

Nutzen Sie gern unser Kontaktformular oder unsere FAQ.
Alternativ können Sie sich auch direkt an unseren Kundenservice wenden.