Statistiken zum Thema Sexindustrie: Sexshops, Sextoys und Pornos

Längst ist die Sexindustrie nicht mehr das, was sie einmal gewesen ist: Anrüchig, obszön, privat und vor allem männlich. Nicht nur im Zuge der Digitalisierung und dem fortschreitenden Fokus auf eCommerce zeichnete sich ein Wandel der pikanten Industrie ab. Längst haben Fernsehserien wie "Sex and the City" einen offenen Umgang mit Sex und allem was dazu gehört in der Gesellschaft begünstigt. Auch die Sexindustrie hat diesen Trend unlängst erkannt und ist ihm gefolgt. Seit den 2010er-Jahren konzentriert sie sich daher mehr und mehr auf die Zielgruppe Frauen. Nicht verwunderlich also, dass der Vibrator gegenwärtig von einem ehemaligen Tabuthema nun zu einem regelrechten Lifestyle-Produkt avanciert ist.

Der Wandel der Sexindustrie ist besonders radikal im Geschäft mit dem Sexspielzeug zu erkennen. Der Handel mit Sextoys wie Vibratoren, Handschellen, Peitsche & Co. boomt wie selten zuvor. Neue Erotikhändler wie Eis.de und Amorelie haben alteingesessenen Traditionsunternehmen wie Beate Uhse und Orion inzwischen die Stirn geboten und mittlerweile den Rang als Marktführer abgelaufen. Die jungen Unternehmen bestechen durch ihren frischen Wind, den sie in die kontroverse Industrie gebracht haben. Gleichzeitig überzeugen sie durch ein vielfältiges Angebot an Erotikartikeln, die in vielen Fällen durch ihr edles Design und die aufwendigen Verpackungen nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind, was ganz im Sinne der Nutzerinnen ist. Dies gilt auch für die cleveren TV-Spots der beiden bekanntesten und gleichwohl auch beliebtesten Online-Sexshops Amorelie und Eis.de. Durch den intelligenten Einsatz von Andeutungen und das gezielte Spielen mit Tabus und Sexualität, können die jugendfreien Werbespots problemlos ohne Ärger bereits im Nachmittagsprogramm über die Bildschirme laufen. Das gefällt nicht nur den Frauen gut und lässt die Umsätze in ungeahnte Höhen schnellen. Längst ist das Thema Sexualität und Erotik nicht mehr bloß plump, vulgär und schmutzig, sondern viel mehr ein Ausdruck von Freiheit, Unabhängigkeit und Emanzipation geworden.

Unwichtig, ob man mit dem Gebrauch von Sextoys das eigene Sexleben endlich wieder interessanter gestalten möchte oder den Vibrator beispielsweise aus Neugierde benutzt, die Deutschen stehen den Sexspielzeugen grundsätzlich sehr offen entgegen und scheuen sich in vielen Fällen auch nicht mehr darüber offen mit ihren Freunden zu sprechen. Während eher die jüngeren Generationen im Besitz von Erotikspielzeugen sind, gibt es hinsichtlich der drei beliebtesten Sexspielzeuge Einigkeit: Vibrator, Dildo und Handschellen finden sich am häufigsten in deutschen Schlafzimmern. Besonders durch die erotische Bestseller-Reihe und die dazugehörigen Verfilmungen von "Fifty Shades of Grey", bei der es um sexuelle Fantasien, Fetische und Sadomaso-Praktiken geht, erleben auch BDSM und Spielzeuge wie Peitsche, Seile oder Augenbinde einen regelrechten Aufschwung.

Auch die Pornoindustrie hat sich mit der Digitalisierung stark gewandelt. In einer schnelllebigen Zeit muss es auch für den Porno-Konsumenten möglichst einfach und unkompliziert gehen. Während in der Vergangenheit pornografische Printmedien wie Playboy oder Hustler bei den Männern äußerst beliebt waren, wurden die Pornohefte zunehmend durch Online-Pornoplattformen wie Pornhub abgelöst. Zu einfach ist der anonyme Zugang zu Pornoclips aller sexueller Vorlieben, sexueller Orientierungen und Fetischen. Im Durchschnitt verbringen die deutschen Internet-User rund 9,3 Minuten auf dem Online-Pornoportal Pornhub und liegen damit im weltweiten Ranking der User aller Nationen auf dem dreizehnten Platz. Für die kommenden Jahre zeichnet sich allerdings schon der nächste Trend ab: Virtual Reality. Mit Hilfe der neuesten Technik einer Virtual-Reality-Brille ist eine nahezu perfekte Illusion von echten sexuellen Erlebnissen möglich. Ein weiterer Trend aus dem asiatischen Raum sind so genannte „Lovedolls“. Die Sexdolls sehen ihren menschlichen Vorbildern täuschend ähnlich und sollen sich sogar in jeglicher Hinsicht wie ein echtes Lebewesen anfühlen.

Es bleibt also spannend wie sich der Markt weiter entwickeln wird und was die Technik in der Zukunft noch alles zu bieten hat. Ebenso wird sich zeigen, ob die ehemals erfolgreichen Marktführer Beate Uhse und Orion ihre Krisen-Zeiten überwinden werden und mit den neuen Unternehmen Amorelie und Eis.de gleichziehen können.

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Sexindustrie: Sexshops, Sextoys und Pornos - Wichtige Statistiken

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