Statistiken zur Merck KGaA

Von einer kleinen Apotheke in Darmstadt im Jahr 1668 zu einem führenden Pharmaunternehmen in Europa – der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Merck KGaA kann auf eine lange Tradition zurückblicken und darf sich als das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt bezeichnen. Der Aufstieg zu einem globalen Unternehmen mit Standorten in 66 Ländern verlief allerdings nicht ohne Rückschläge: nach dem Ersten Weltkrieg wurde das US-amerikanische Tochterunternehmen Merck & Co. enteignet und zu einem selbstständigen Pharmaunternehmen. Mit der Enteignung verlor die deutsche Merck auch die Rechte am Namen Merck in Nordamerika und tritt seitdem im nordamerikanischen Raum unter dem Namen EMD (Emanuel Merck, Darmstadt) auf, während Merck & Co. außerhalb von Nordamerika als Merck Sharp & Dohme (MSD) firmiert.
Die Merck Kommanditgesellschaft auf Aktien ist auch heute noch überwiegend in Familienbesitz. Nur rund 30 Prozent des Kapitals werden von Kommanditaktionären gehalten. Mit einem Umsatz von rund 15,3 Milliarden Euro und weltweit knapp 53.000 Beschäftigten gehört die Merck KGaA somit zu Deutschlands größten Familienunternehmen.
Der Konzern gliedert sich in drei Geschäftsbereiche: Healthcare, Lifescience und Perfromance Materials. Verschreibungspflichtige Arzneimittel machen dabei das wichtigste Geschäft der Darmstädter aus: seit der Übernahme des Schweizer Biotechnologie-Unternehmens Serono im Jahr 2007 verfügt Merck über eine starke Biopharmazie-Sparte und mit dem Multiple-Sklerose-Medikament Rebif mit jährlichen Umsätzen von über eineinhalb Milliarden Euro über einen echten Blockbuster im Portfolio. Weitere wichtige Pharmaprodukte sind das Krebsmittel Erbitux und das Präparat Gonal-f zur Behandlung von Unfruchtbarkeit. Im Geschäftssegment Performance Materials entwickeln die Darmstädter Speziallacke, anwendungsorientierte Pigmente und Kosmetikwirkstoffe. Mit einem Weltmarktanteil von rund 60 Prozent gehört Merck darüber hinaus zu einem der weltgrößten Hersteller von Flüssigkristallen.
Das Unternehmen erwirtschaftet insgesamt einen Gewinn von zuletzt 2,6 Milliarden Euro. Die Merck-Aktie wird seit 1995 an der Börse gehandelt und ist seit Juni 2007 im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse vertreten. Im Jahr 2017 erhielten Aktionäre eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie.

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