Statistiken zum Fußball in der Schweiz

Veröffentlicht von Martin Kords, 11.06.2019
1860 wurde in der Schweiz der vermutlich erste Fußballclub Europas gegründet. Kurz darauf, im Jahr 1879, folgte der älteste noch bestehende Club, der FC St. Gallen, sowie der Grasshopper Club Zürich im Jahr 1886. Zusammen mit sechs weiteren Vereinen wurde 1895 der Schweizerische Fußballverband SFV etabliert. Mittlerweile wuchs diese Zahl auf 1.379 Vereine an, die in 13 Regionalverbänden organisiert sind. Hier waren in der Saison 2016/17 über 282.000 lizensierte Spieler in 14.533 Teams aktiv. Der SFV war zudem im Jahr 1904 Gründungsmitglied des Weltfußballverbands FIFA, der seinen Sitz noch heute in Zürich hat.

1931 wurde zum ersten Mal eine landesweite Liga – die Nationalliga – eingeführt. Das Spielsystem wechselte in den folgenden Jahrzehnten jedoch mehrmals, bis 2003 eine weitreichende Reform die Super League als höchste Schweizerische Spielklasse des Vereinsfußballs ins Leben rief. Seit der Saison 2012/13 heißt die Liga offiziell Raiffeisen Super League. Die zehn teilnehmenden Vereine der Raiffeisen Super League treten jeweils vier Mal gegeneinander an, so dass in jeder Saison 36 Fußballspiele pro Verein stattfinden.

Aktueller Rekordmeister ist mit 27 gewonnenen Meistertiteln der Grasshopper Club Zürich. Je nach Positionierung der Schweiz in der Fünfjahreswertung der UEFA nimmt der Erstplatzierte aus der Super League an der Qualifikation oder direkt an der Gruppenphase der Champions League teil. Die Attraktivität der Super League in der Schweiz zeigt sich an den relativ konstanten Zuschauerzahlen der höchsten Schweizer Fußballliga. In der Saison 2017/18 kamen insgesamt rund 2 Millionen Besucher in die Fußballstadien.

Die Geschichte der Schweizer Nationalmannschaft begann mit ihrem Länderspiel gegen Frankreich im Jahr 1905. Der bisher größte Erfolg der nationalen Auswahl war der Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1924. Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft ist Alexander Frei, zwischen 2001 und 2011 erzielte der Stürmer in 84 Partien 42 Tore.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland trat die Schweiz mit einem der jüngeren Teams der gesamten WM an. Die Spieler waren im Schnitt 27,2 Jahre alt. Die Schweiz gehörte zu den dominanteren Mannschaften bei der letzten WM und erspielte einen durchschnittlichen Ballbesitz von 57,5 Prozent. Im Achtelfinal gegen Schweden erreichte Johan Djourou einen Wert von 67,78 nach dem Global Soccer Network Index und war damit der bestbewertete Schweizer Spieler des Spiels. Das Ausscheiden konnte aber auch er nicht verhindern.

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