Statistiken zu Megacities

Veröffentlicht von T. Käufer, 11.01.2019
Im Jahr 2018 zählten die Vereinten Nationen 33 Megacities weltweit. Als Megacities werden Städte bezeichnet, in denen mehr als 10 Millionen Menschen leben. Die meisten Megacities befinden sich derweil in Asien. In Europa wird unter anderem Paris als Megacity definiert.

Nach dem United Nations Department of Economic and Social Affairs (UN DESA) waren die Städte Tokio (Japan), New-Delhi (Indien) und Schanghai (China) im Jahr 2018 die größten Städte weltweit. Mit einer Einwohnerzahl von rund 37,5 Millionen war Tokio im gleichen Jahr auch die größte Megacity der Welt. Die Daten basieren auf jeweiligen Volkszählungen sowie Ergebnissen von aktuellen spezialisierten Stichprobenerhebungen.

Die Datenbank Global Human Settlement Layer (GHSL) der Europäischen Kommission nutzt eine andere Methodik. Anders als bei den Vereinten Nationen stammen die Daten größtenteils aus Abertausenden von Satellitenaufnahmen und wurden mit den Ergebnissen von Volkszählungen und geografischen Daten abgeglichen. Nach der Datenbank GHSL waren die Städte Guangzhou (China), Kairo (Ägypten) und Jakarta (Indonesien) im Jahr 2015 die größten Megacities. Guangzhou hatte im gleichen Jahr Einwohnerzahl von rund 46,04 Millionen.

Die Fläche von Guangzhou betrug im Jahr 2015 rund 8.192 Quadratkilometer. Nach der Datenbank GHSL waren bei fast allen Megacities mehr als 40 Prozent der Fläche bebaut. Ausgenommen Kalkutta in Indien und Dhaka in Bangladesch: Hier waren es nur rund 20 Prozent. Megscities sind selten grüne Oasen. Der Greeness-Index misst die Menge an gesunder Vegetation in der Innenstadt. Mit 0,32 Punkten erreichte Delhi einen relativ geringen Wert. Auch bei der Messung der Luftverschmutzung schnitt die Stadt zusammen mit den pakistanischen Städten Karatschi und Lahore am schlechtesten ab.

Als Urbanisierung wird die Ausbreitung städtischer Lebens- und Verhaltensweisen bezeichnet. Der Grad der Verstädterung hat in den letzten Jahrzehnten weltweit rapide zugenommen. Während im Jahr 1985 noch 41,2 Prozent der Bevölkerung in Städten lebten, waren es 2015 schon 53, 9 Prozent. Nach Berechnungen der UN DESA werden im Jahr 2050 rund zwei Drittel der Menschen in Städten leben (68,4 Prozent). Der Urbanisierungsgrad war im Jahr 2018 in Nordamerika am höchsten. Dort lebten 82,2 Prozent der Bevölkerung in Städten. Besonders stark angestiegen ist der Urbanisierungsgrad in den letzten Jahren in Asien und Afrika. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird der Anteil der in Städten lebenden Bevölkerung in den beiden Regionen von 2018 bis 2050 um rund 16 Prozent ansteigen.

Die Szenarien für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des städtischen Lebens sind vielfältig. Zum einen bietet es zwar die Möglichkeit eine ausgefeilte Infrastruktur für große Menschenmengen zu schaffen, andererseits sind viele Megastädte zunehmend von Armut und Umweltproblemen geprägt.

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