Statistiken zur Additiven Fertigung

Die Begriffe Additive Fertigung und 3D-Druck werden oft synonym verwendet, sollten jedoch differenziert betrachtet werden. Während 3D-Druck das „Ausdrucken“ von Gegenständen aller Art beschreibt, veranschaulicht der Begriff Additive Fertigung besser, dass es sich hierbei um ein neuartiges Produktionsverfahren handelt, was sich stark von den konventionellen, abtragenden Fertigungsverfahren unterscheidet. Beim Additive Manufacturing (AM) werden Bauteile Schicht für Schicht aus formloser Flüssigkeit oder Pulver aufgebaut. Als Ausgangsmaterialen dienen neben Metallen, Kunststoffen, Kunstharzen, Glas oder Papier auch Lebensmittel wie Zucker. Das herzustellende Teil liegt dabei zunächst als (virtueller) dreidimensionaler CAD-Datensatz vor. Dieser entsteht mittels Konstruktion oder per 3D-Scanner.


3D-Druck gehört zu den größten Entwicklungen im Zusammenhang von Industrie 4.0. Der globale Umsatz mit 3D-Druck-Produkten wird für das Jahr 2016 auf rund zehn Milliarden Euro geschätzt.
Die großen Vorteile beim industriellen Einsatz von 3D-Druck-Verfahren sind die extreme Flexibilität, mit der sich maßgeschneiderte Produkte unkompliziert herstellen lassen, das Wegfallen vom aufwendigen Zusammenbau und der Lagerhaltung sowie leistungsfähigere und effizientere Materialeigenschaften der „gedruckten“ Erzeugnisse. Folglich wird der 3D-Druck revolutionäre Folgen haben und das gesamte Denken über industrielle Fertigung verändern. Einer Umfrage zufolge haben in Deutschland bereits 37 Prozent der befragten Unternehmen Erfahrungen mit 3D-Druck gemacht. In China und Südkorea waren es 24 Prozent und in den USA 16 Prozent.

Unternehmen, die ihre Produktion bereits mit 3D-Druck aufwerten, sind beispielsweise General Electric (Düsentriebwerke, medizinische Geräte, Bauteile für Haushaltsgeräte), Invisalign (Zahnspangen), Google (Unterhaltungselektronik), Aurora Flight Sciences (unbemannte Luftfahrzeuge) und Luxexcel (Linsen für Leuchtdioden). Neben der Anwendung selbst spielte die Innovationstätigkeit eine entscheidende Rolle beim Durchbruch des 3D-Drucks. Die führenden Hersteller von 3D-Druckern - gemessen am Umsatz und an der Zahl der Patentanmeldungen - sind die beiden US-amerikanischen Unternehmen Stratasys und 3D Systems.

Wie eine Umfrage zeigt, wird 3D-Druck auch in Deutschland bereits privat genutzt. Demnach haben sieben Prozent der Befragten schon einmal ein designtes Geschenk oder Deko-Objekt gedruckt. Für 78 Prozent der Befragten wären Robustheit und die Haltbarkeit der 3D-Drucke wichtig, damit sie 3D-Druck nutzen würden. Weitere Aspekte waren zudem eine hohe Detailgenauigkeit der 3D-Drucke sowie eine einfache Bedienbarkeit der 3D-Drucker.



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