Großbaustellen

Die größten Kostensteigerungen bei Großprojekten

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Heute wird nach fast zehn Jahren Bauzeit die Elbphilharmonie in Hamburg eröffnet. Für die Großbaustelle am Hamburger Hafen wird eine Kostensteigerung von 146 % verzeichnet. Für die „Flop 10“ der größten Kostensteigerungen von Großprojekten in Deutschland reicht das allerdings nicht, wie die Grafik von Statista mit Daten aus einer Studie der Hertie School of Governance zeigt.

Rund 6,9 Milliarden Euro Mehrkosten, eine Kostensteigerung von 1150 Prozent: Nein, die Rede ist nicht vom Berliner Flughafen, sondern vom LKW-Maut-System „Toll Collect“. Auch auf Platz zwei folgt ein IT-Projekt, die erfolglose Schaffung einer gemeinsamen Steuerverwaltungs-Software der Länder. Die höchste prozentuale Steigerung verzeichnet die Studie mit 491 Prozent beim Bau des Schnellen Brüters in Kalkar: 494 Prozent teurer wurde der Bau des AKWs, das obendrein nie ans Netz ging. Und auch die Bischofsresidenz in Limburg wurde über 400 Prozent teurer – allerdings sind in absoluten Zahlen hier „nur“ 25 Millionen Euro mehr ausgegeben worden.

Für die Studie wurden 170 in Deutschland seit 1960 realisierte Großprojekte erfasst und analysiert, darunter 119 abgeschlossene und 51 noch laufende Projekte. Im Schnitt wurden die öffentlichen Großprojekte 73 Prozent teurer als geplant. Bauprojekte schlugen dabei besser zu Buche, als es in der öffentlichen Wahrnehmung oft gedacht wird: Während sich Projekte in den Bereichen Verkehr und öffentliche Gebäude durchschnittlich um 33 Prozent beziehungsweise 44 Prozent verteuern, sind es bei Energieprojekten 136 Prozent und bei IT-Projekten gar 394 Prozent des angesetzten Budgets.



Infografik: Die größten Kostensteigerungen bei Großprojekten | Statista
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