Statistiken zu den Gemeinden in Deutschland

Zum Stichtag des 31. Dezembers 2019 gab es in Deutschland 10.799 Gemeinden. Gemeinden und Gemeindeverbände sind die kleinsten Gebietskörperschaften im politischen System in Deutschland. Nach Bund, Bundesländern, Regierungsbezirken und Kreisen stellen sie die unterste Verwaltungsstufe dar, auf der politische Entscheidungen getroffen werden. Gemeinden verwalten sich selbst. Die Anzahl der Gemeinden unterscheidet sich deutlich zwischen den Bundesländern. Rheinland-Pfalz zählte die höchste Anzahl an Gemeinden. Die meisten Gemeinden in Deutschland hatten zuletzt zwischen 1.000 und 1.999 Einwohner:innen:

Statistik: Anzahl der Gemeinen in Deutschland nach Gemeindegrößenklassen | Statista

Wie unterschiedlich sind die Gemeinden in Deutschland?

Von 10 bis 3.700.000 - In diesem Spektrum bewegen sich die Bevölkerungszahlen der Gemeinden in Deutschland. Zehn Einwohner:innen zählten die beiden kleinsten Gemeinden Gröde (Schleswig-Holstein) und Dierfeld (Rheinland-Pfalz). Auf 3,7 Millionen Einwohner:innen kam die Hauptstadt Berlin, die damit auch die größte Gemeinde in Deutschland war. Die größten Gemeinden sind die Großstädte in Deutschland. Städte zählen nämlich zu den Gemeinden. Somit finden sich unter den Gemeinden in Deutschland Inseln, Dörfer, Klein-, Mittel- und Großstädte.
Mit einer Fläche von 39 Hektar (ha) war die in Rheinland-Pfalz gelegene Ortsgemeinde Matinstein zuletzt die kleinste Gemeinde nach Fläche in Deutschland. Zur Einordnung: Die Größe eines regulären Fußballfeldes liegt in der Regel zwischen 0,7 ha und 1 ha. Größte Gemeinde nach Fläche war zuletzt Berlin mit knapp 900 Quadratkilometern (km²). 1 km² entspricht 100 ha. Das Ranking der am dichtesten besiedelten Gemeinden führte zum Jahresende 2019 München an. 4.777 Einwohner:innen je Quadratkilometer lebten in der bayerischen Landeshauptstadt.

Wie steht es um die Finanzen der Gemeinden?

Die Gemeinden in Deutschland sind teils hoch verschuldet. Einige Gemeinden sind so verschuldet, dass sie nahezu handlungsunfähig sind. Die Diskussion um die Bewältigung dieser Gemeinden begleitet den politischen Diskurs schon seit Längerem. Während einige Politiker:innen sich für eine einmalige Entschuldung der besonders betroffenen Kommunen einsetzen, sehen Gemeinden, die vorbildlich gewirtschaftet haben, darin eine Ungerechtigkeit. Ein Großteil der Schulden besteht jedoch aus Altschulden und lässt sich nicht auf die aktuellen Kommunalpolitiker:innen zurückführen.

Viele der hochverschuldeten Gemeinden liegen in Nordrhein-Westfalen. Auf über 51 Milliarden Euro belief sich die Verschuldung der 396 Gemeinden im März 2021 im bevölkerungsreichsten Bundesland. Generell konnte der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände nach einem Höchststand im Jahr 2015 (144 Milliarden Euro) bis zum Beginn der Coronapandemie leicht abgebaut werden.
Statistik: Auswirkungen der Coronapandemie auf die Steuereinnahmen der Gemeinden/ Gemeindeverbände | Statista Die Auswirkungen der Coronapandemie zeigen sich jedoch auch auf der Ebene der Gemeinde und insbesondere in den Steuereinnahmen. Es wird eine Weile dauern, bis diese sich wieder auf dem Vorkrisenniveau eingependelt haben werden.



Die Steuereinnahmen unterscheiden sich dabei zwischen den Gemeinden teils deutlich. Während die Gemeinde Norderfriedrichskoog (Schleswig-Holstein) im Jahr 2018 je Einwohner:in Steuereinnahmen von knapp 120.000 Euro erzielte und damit die mit Abstand höchsten Steuereinnahmen unter allen Gemeinden, lagen die Steuereinnahmen je Einwohner:in in Breydin (Brandenburg) und in Poppendorf (Mecklenburg-Vorpommern) bei unter 80 Euro. Das waren die niedrigsten Steuereinnahmen unter allen Gemeinden.

Wie gestaltet sich das Leben in den Gemeinden?

Die Lebensumstände variieren je nach Größe und Lage der Gemeinden. Während die Großstädte über eine funktionierende und ausgeprägte Infrastruktur verfügen, sieht das bei kleineren Gemeinden im ländlichen Raum anders aus. Hier kann die Fahrtzeit zum nächsten Krankenhaus mit Grundversorgung bis zu 60 Minuten betragen, für Inselbewohner:innen sogar bis zu drei Stunden. Auch die Fahrtzeit zum nächsten Supermarkt kann in einigen Gemeinden schonmal 30 Minuten betragen.
Insbesondere mit dem Ausbruch der Coronapandemie hat die Arbeit von zu Hause an Stellenwert gewonnen. Für das Home Office wird vor allem eines dringend benötigt: Funktionierendes und schnelles Internet. Die Verfügbarkeit von schnellem Breitbandinternet (≥ 50Mbit/s) für Haushalte in ländlichen Gemeinden lag zuletzt jedoch nur bei rund 80 Prozent, hier besteht also noch Handlungsbedarf. In städtischen Gemeinden sah es wesentlich besser aus, diese kamen auf eine Versorgung von über 98 Prozent.

Weitere Informationen und Statistiken finden sich im Dossier Gemeinden in Deutschland.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Gemeinden in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Finanzen

Breitbandinternet

Versorgung

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 44 Statistiken aus dem Thema "Gemeinden in Deutschland".

Gemeinden in Deutschland

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Statistiken zu den Gemeinden in Deutschland

Zum Stichtag des 31. Dezembers 2019 gab es in Deutschland 10.799 Gemeinden. Gemeinden und Gemeindeverbände sind die kleinsten Gebietskörperschaften im politischen System in Deutschland. Nach Bund, Bundesländern, Regierungsbezirken und Kreisen stellen sie die unterste Verwaltungsstufe dar, auf der politische Entscheidungen getroffen werden. Gemeinden verwalten sich selbst. Die Anzahl der Gemeinden unterscheidet sich deutlich zwischen den Bundesländern. Rheinland-Pfalz zählte die höchste Anzahl an Gemeinden. Die meisten Gemeinden in Deutschland hatten zuletzt zwischen 1.000 und 1.999 Einwohner:innen:

Statistik: Anzahl der Gemeinen in Deutschland nach Gemeindegrößenklassen | Statista

Wie unterschiedlich sind die Gemeinden in Deutschland?

Von 10 bis 3.700.000 - In diesem Spektrum bewegen sich die Bevölkerungszahlen der Gemeinden in Deutschland. Zehn Einwohner:innen zählten die beiden kleinsten Gemeinden Gröde (Schleswig-Holstein) und Dierfeld (Rheinland-Pfalz). Auf 3,7 Millionen Einwohner:innen kam die Hauptstadt Berlin, die damit auch die größte Gemeinde in Deutschland war. Die größten Gemeinden sind die Großstädte in Deutschland. Städte zählen nämlich zu den Gemeinden. Somit finden sich unter den Gemeinden in Deutschland Inseln, Dörfer, Klein-, Mittel- und Großstädte.
Mit einer Fläche von 39 Hektar (ha) war die in Rheinland-Pfalz gelegene Ortsgemeinde Matinstein zuletzt die kleinste Gemeinde nach Fläche in Deutschland. Zur Einordnung: Die Größe eines regulären Fußballfeldes liegt in der Regel zwischen 0,7 ha und 1 ha. Größte Gemeinde nach Fläche war zuletzt Berlin mit knapp 900 Quadratkilometern (km²). 1 km² entspricht 100 ha. Das Ranking der am dichtesten besiedelten Gemeinden führte zum Jahresende 2019 München an. 4.777 Einwohner:innen je Quadratkilometer lebten in der bayerischen Landeshauptstadt.

Wie steht es um die Finanzen der Gemeinden?

Die Gemeinden in Deutschland sind teils hoch verschuldet. Einige Gemeinden sind so verschuldet, dass sie nahezu handlungsunfähig sind. Die Diskussion um die Bewältigung dieser Gemeinden begleitet den politischen Diskurs schon seit Längerem. Während einige Politiker:innen sich für eine einmalige Entschuldung der besonders betroffenen Kommunen einsetzen, sehen Gemeinden, die vorbildlich gewirtschaftet haben, darin eine Ungerechtigkeit. Ein Großteil der Schulden besteht jedoch aus Altschulden und lässt sich nicht auf die aktuellen Kommunalpolitiker:innen zurückführen.

Viele der hochverschuldeten Gemeinden liegen in Nordrhein-Westfalen. Auf über 51 Milliarden Euro belief sich die Verschuldung der 396 Gemeinden im März 2021 im bevölkerungsreichsten Bundesland. Generell konnte der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände nach einem Höchststand im Jahr 2015 (144 Milliarden Euro) bis zum Beginn der Coronapandemie leicht abgebaut werden.
Statistik: Auswirkungen der Coronapandemie auf die Steuereinnahmen der Gemeinden/ Gemeindeverbände | Statista Die Auswirkungen der Coronapandemie zeigen sich jedoch auch auf der Ebene der Gemeinde und insbesondere in den Steuereinnahmen. Es wird eine Weile dauern, bis diese sich wieder auf dem Vorkrisenniveau eingependelt haben werden.



Die Steuereinnahmen unterscheiden sich dabei zwischen den Gemeinden teils deutlich. Während die Gemeinde Norderfriedrichskoog (Schleswig-Holstein) im Jahr 2018 je Einwohner:in Steuereinnahmen von knapp 120.000 Euro erzielte und damit die mit Abstand höchsten Steuereinnahmen unter allen Gemeinden, lagen die Steuereinnahmen je Einwohner:in in Breydin (Brandenburg) und in Poppendorf (Mecklenburg-Vorpommern) bei unter 80 Euro. Das waren die niedrigsten Steuereinnahmen unter allen Gemeinden.

Wie gestaltet sich das Leben in den Gemeinden?

Die Lebensumstände variieren je nach Größe und Lage der Gemeinden. Während die Großstädte über eine funktionierende und ausgeprägte Infrastruktur verfügen, sieht das bei kleineren Gemeinden im ländlichen Raum anders aus. Hier kann die Fahrtzeit zum nächsten Krankenhaus mit Grundversorgung bis zu 60 Minuten betragen, für Inselbewohner:innen sogar bis zu drei Stunden. Auch die Fahrtzeit zum nächsten Supermarkt kann in einigen Gemeinden schonmal 30 Minuten betragen.
Insbesondere mit dem Ausbruch der Coronapandemie hat die Arbeit von zu Hause an Stellenwert gewonnen. Für das Home Office wird vor allem eines dringend benötigt: Funktionierendes und schnelles Internet. Die Verfügbarkeit von schnellem Breitbandinternet (≥ 50Mbit/s) für Haushalte in ländlichen Gemeinden lag zuletzt jedoch nur bei rund 80 Prozent, hier besteht also noch Handlungsbedarf. In städtischen Gemeinden sah es wesentlich besser aus, diese kamen auf eine Versorgung von über 98 Prozent.

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