Statistiken zum Hochgeschwindigkeitsverkehr

Die Mobilität ist eines der zentralen Zukunftsthemen. Sie steigt tendenziell aufgrund des Bevölkerungswachstums, des zunehmenden Wohlstands und technologischen Fortschritts. Im Zuge dessen nimmt auch der Wunsch nach schnellerer Mobilität zu. Sowohl im Individualverkehr als auch im Öffentlichen Verkehr liefern sich Unternehmen einen Wettlauf um den Bau der schnellsten Fahrzeuge. Neu zugelassene Pkw hatten 2020 eine durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit von fast 202 Kilometer pro Stunde. Das derzeit schnellste Serienauto mit Straßenzulassung kann theoretisch fast 506 Kilometer pro Stunde fahren (Stand: Oktober 2020).

Hyperschall-Technologie ermöglicht neue Geschwindigkeitsrekorde

Im Jahr 2031 wird das weltweite Marktvolumen der Hyperschallgeschwindigkeits-Technologie gemäß einer Prognose bei etwa 12,9 Milliarden US-Dollar liegen. Sie ermöglicht es Verkehrsmitteln fünf Mal so schnell wie die Schallgeschwindigkeit unterwegs zu sein und wird derzeit vor allem im Bereich militärische Luftfahrzeuge eingesetzt. Nicht fünf Mal, aber immerhin 1,7 Mal so schnell wie der Schall fliegen soll der Überschalljet Boom Overture des Unternehmens Boom Supersonic. Überschalljets gibt es bereits seit 1969. Im Jahr 2003 kam jedoch der Linienverkehr mit Überschalljets mit der Insolvenz der Airline Concorde zum Erliegen. Die Überschalljets Boom Overture sollen ab 2029 Passagier:innen befördern und effizienter als ihre Vorgänger sein. Das sich in Planung befindende Schienenverkehrsmittel Hyperloop soll maximal 1.200 Kilometer pro Stunde schnell fahren können. Die Passagier:innen würden in Kapseln auf Magnetschienen durch eine unterirdische Vakuumröhre geschossen werden. Immerhin 460 Kilometer pro Stunde fährt die sich bereits im Betrieb befindende Magnetschwebebahn Shanghai Maglev. Sie basiert auf der Transrapid-Technologie, die ursprünglich in Deutschland entwickelt wurde, aber dort nie zum Einsatz kam.

Sind Hochgeschwindigkeitszüge eine gute Alternative zu Flugzeug und Auto?

Das Verkehrsmittel Bahn ist um ein Vielfaches emissionsarmer als Flugzeug und Auto. Das weltweite Hochgeschwindigkeits-Schienennetz ist derzeit über 56.000 Kilometer lang (Stand: Juni 2021). Zudem ist weltweit der Bau von fast 18.800 Kilometer Hochgeschwindigkeits-Schienennetz geplant und bewilligt sowie 33.000 Kilometer sind langfristig geplant (Stand: Juni 2021). Die weltweite Beförderungsleistung im Personenverkehr mit Hochgeschwindigkeitszügen hat in den Jahren vor der Corona-Krise laufend zugenommen. Zwischen Metropolen sind Reisende mit der Bahn bereits heute oft schneller unterwegs als mit dem Auto. Zwischen kleinen Orten ist die Bahn jedoch relativ langsam unterwegs - zumindest in Deutschland. Mit der Geschwindigkeit von Flugzeugen können es herkömmliche Schnellzüge auf jeden Fall (noch) nicht aufnehmen: Ein durchschnittlicher Schnellzug fährt 380 Kilometer pro Stunde und ein durchschnittliches Flugzeug 900 Kilometer pro Stunde.

Negative Folgen von hoher Fahrgeschwindigkeit

Der Wunsch nach einer möglichst schnellen Reise von A nach B hat auch seine Schattenseiten: So kam es 2020 in Deutschland aufgrund zu hoher Fahrgeschwindigkeit zu insgesamt rund 37.000 Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden. In deutschen Gewässern kam es im selben Jahr zu 10 Unfällen aufgrund von unangepasster Geschwindigkeit. 64 Prozent der Deutschen befürworten ein Tempolimit auf Autobahnen (eher). Gemäß manchen Expert:innen wird autonomes Fahren langfristig gesehen den Straßenverkehr sicherer machen - auch bei höheren Geschwindigkeiten. Sowohl im Straßenverkehr als auch im Schiffsverkehr wird durch eine höhere Geschwindigkeit meist mehr Treibstoff verbraucht. Langsamer fahrende Schiffe verursachen außerdem weniger andere Schadstoffe wie zum Beispiel Stickoxide. Ein Containerschiff fährt durchschnittlich 24 Knoten schnell (Stand: März 2020). Gemäß dem Verband Deutscher Reeder (VDR) fahren Frachtschiffe derzeit viel langsamer als noch vor zehn Jahren.

Mehr Infos zum weltweiten Hochgeschwindigkeitsverkehr bietet das Dossier. Es liefert unter anderem Daten zu den schnellsten bisherigen und geplanten Fahrzeugen. Außerdem zeigt es einen Ländervergleich des Hochgeschwindigkeits-Schienennetzes und Infos über durchschnittliche Geschwindigkeiten einzelner Verkehrsmittel.

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