Rente
Wie entwickelt sich das Renteneintrittsalter?
Ältere Menschen gehen immer später in Rente. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter (auch Rentenzugangsalter) lag im Jahr 2024 nach Daten des Statistischen Bundesamts bei Altersrenten für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren. 2004 hatte es für Frauen bei 63,0 Jahren und für Männer bei 63,1 Jahren gelegen. Ein Grund für den Anstieg ist die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. Auch das Auslaufen von zwei Modellen einer vorgezogenen Altersrente, die teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden konnten, spielt eine Rolle. 2014 und 2015 kamen bei Frauen jeweils Sondereffekte durch Mütterrenten zum Tragen.
Das deutsche Rentensystem ist aufgrund des demografischen Wandels unter Druck. Wie weitere Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen, gibt es seit Jahrzehnten eine Differenz zwischen eingenommenen Rentenbeiträgen und den Rentenausgaben. 1992 lag der Anteil der Rentenausgaben, der durch Beiträge gedeckt ist, in etwa zwischen 74 und 81 Prozent. Die Differenz wird mit Bundeszuschüssen – also mit Steuern – gefüllt.
In Europa arbeiten übrigens im Schnitt etwa ein Fünftel der Rentner unter 70 Jahren in den ersten sechs Monaten nach Rentenbeginn weiter. Dabei gibt es dabei ein auffälliges Nord-Süd-Gefälle: Über 40 Prozent der Rentner in den baltischen Staaten und Norwegen sowie rund ein Drittel in Finnland, Island und Schweden tun dies. Am anderen Ende des Spektrums kombinieren in Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Slowenien und Spanien nur etwa ein Zehntel der Rentner oder weniger ihre Rente mit einer Erwerbstätigkeit. Deutschland liegt mit einem Anteil von 14,3 Prozent nur wenig darüber.
Beschreibung
Die Grafik zeigt das durchschnittliche Rentenzugangsalter bei Altersrenten in Deutschland.
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