40 Jahre Tschernobyl
Wie oft kommt es zu schweren Nuklearunfällen?
In der Nacht zum 26. April 1986 führte ein Sicherheitstest im Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl zur Explosion des Reaktors. Auf der internationalen Meldeskala INES wurde die Nuklearkatastrophe in die höchste Stufe Sieben eingeordnet. In den Tagen nach dem Unfall starben der UN-Organisation UNSCEAR zufolge 30 Menschen. Anti-Atomkraft- und Umweltschutzorganisationen wie die internationale Ärztevereinigung IPPNW gehen sogar von mehreren Hunderttausend Toten aus.
Das Reaktorunglück von Tschernobyl war indes nicht der erste schwere Vorfall, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Bereits 1957 war es im russischen Majak in einer Anlage zur industriellen Herstellung spaltbaren Materials für Kernwaffen zu einem Vorfall der Stufe 6 gekommen. Auch in den USA gab es mehrere gravierende Zwischenfälle, zuletzt 1979 im Atomkraftwerk Three Mile Island (Stufe 5). Zu einem ähnlich schweren Vorfall wie dem in Tschernobyl kam es 2011 im japanischen Atomkraftwerk Fukushima.
Einen Überblick der Ereignisse bietet zum Beispiel das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Die Frage, wie viele Menschen tatsächlich ihr Leben verloren haben, wurde erst kürzlich in einem Quarks-Podcast diskutiert.
Beschreibung
Die Grafik bildet alle schweren Unfälle in Atomkraftwerken (INES-Skala 4-7) seit 1952 ab.
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