Energie
Welche Heizungen werden in Deutschland verkauft?
Der deutsche Heizungsmarkt hat sich innerhalb eines Jahrzehnts grundlegend verschoben: Wärmepumpen sind von einem Nischenprodukt mit 8,0 Prozent Marktanteil im Jahr 2015 auf 47,7 Prozent im Jahr 2025 aufgestiegen und damit zur dominierenden Technologie geworden. Gleichzeitig ist der Anteil von Gasheizungen (Brennwert) deutlich von 61,9 Prozent auf 36,5 Prozent gesunken. Das zeigen die Daten des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).
Im Vergleich der Technologien wird der Strukturwandel besonders deutlich. Während auch Gas-Niedertemperaturgeräte von 14,6 Prozent auf 7,6 Prozent zurückgehen, verlieren Ölheizungen nahezu vollständig an Bedeutung. Wärmepumpen hingegen gewinnen massiv hinzu und überholen alle fossilen Systeme klar. Biomasse bleibt mit 4,6 Prozent eine stabile, aber kleine Größe im Markt.
Gas- und Ölheizungen entsprechen oft nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik, was Energieverbrauch und Schadstoffemissionen betrifft – sie wurden mehrheitlich vor der Jahrtausendwende installiert. Moderne Heizungssysteme wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Brennstoffzellenheizungen sind in der Anschaffung zwar deutlich teurer als Gas-, Öl- oder Elektroheizungen. Allerdings haben diese Heizungen geringere Betriebskosten, produzieren teilweise neben Wärme auch Strom und werden staatlich gefördert.
Beschreibung
Die Grafik zeigt den Anteil der Wärmeerzeuger nach Absatz in Deutschland.
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