Merz-Zustimmung
Wie macht Bundeskanzler Merz seinen Job?
„Wenn ein Bundeskanzler mit einer so niedrigen Zustimmungsrate keinerlei Anzeichen gibt, an seiner Kommunikation, seiner Politik, seinem Führungsstil etwas zu ändern, dann lässt er die Bevölkerung allein mit allen Problemen. Das ist einfach respektlos.“ Das hat nicht irgendwer gesagt, sondern Friedrich Merz über den damaligen Bundeskanzler, Olaf Scholz. Zu diesem Zeitpunkt, im Januar 2024, waren laut Forschungsgruppe Wahlen (FGW) zwei Drittel der Wähler:innen mit Scholz Arbeit unzufrieden.
Nicht ganz zwei Jahre später muss sich der damalige Oppositionsführer und jetzige Bundeskanzler an diesen Worten messen lassen. Laut FGW sind mittlerweile 75 Prozent der für das Politbarometer befragten Deutschen der Ansicht, dass der CDU-Politiker seine Arbeit schlecht macht. Bei seinem Vorgänger waren es in der Spitze 68 Prozent. Im Deutschlandtrend von infratest dimap und in den regelmäßigen forsa-Umfragen für Stern und RTL schneidet Merz sogar noch schlechter ab. In beide Umfragen liegt der Anteil der Unzufriedenen bei über 80 Prozent.
Ein unbeliebter Kanzler ist auch immer ein Problem für seine Partei, wie die drei Landtagswahlen im September 2027 zeigen. Die Wahlniederlage in Sachen-Anhalt zählt zu den heftigsten in der Geschichte der Union. Noch schlechter lief es indes in Mecklenburg-Vorpommern: Die CDU schaffte es dort nicht mal über die Fünfprozenthürde, Und auch in Berlin büßte die Kanzlerpartei fast zehn Prozentpunkte ein und wird wohl eher nicht Teil der künftigen Landesregierung sein.
Beschreibung
Die Grafik zeigt den Anteil der Befragten, die finden, dass Bundeskanzler Merz seine Arbeit gut/schlecht macht.
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