Starlink
Wo ist das Satelliten-Internet Starlink bereits verfügbar?
Der Satelliten-Internet-Anbieter Starlink von SpaceX hat seine globale Abdeckung in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet und ist inzwischen in weiten Teilen der Welt verfügbar. Während das Netz im Jahr 2023 noch größere Lücken aufwies, zeigt der aktuelle Stand vom August 2026 eine nahezu flächendeckende Präsenz in Nord- und Südamerika, Europa sowie großen Teilen Asiens und Ozeaniens. Die Expansion unterstreicht den rasanten Ausbau der Infrastruktur des US-Unternehmens.
Besonders auffällig ist, dass viele Regionen, die zuvor nur eingeschränkt oder gar nicht versorgt waren, inzwischen erschlossen wurden. Dazu zählen Teile Afrikas sowie weitere Länder in Südostasien und Lateinamerika. Gleichzeitig bleiben einige Märkte weiterhin außen vor, etwa aus regulatorischen oder politischen Gründen, was die ungleichmäßige Verfügbarkeit erklärt. Gleichwohl ist Satelliten-Internet heute noch ein Nischenprodukt, wie aktuelle Umfragedaten der Statista Consumer Insights zeigen.
Technisch ist eine nahezu weltweite Abdeckung durch Satelliten-Internet bereits möglich, da Konstellationen wie Starlink große Teile der Erde erreichen. In der Praxis hängt die tatsächliche Verfügbarkeit jedoch stark von politischen Rahmenbedingungen ab, da jedes Land den Betrieb genehmigen muss. In der Karte spiegelt sich dieser Aspekt in den lila gefärbten Ländern wider, in denen eine behördliche Genehmigung aussteht. Zudem spielen lokale Infrastruktur und Frequenznutzung eine Rolle für die Netzqualität. Eine vollständige globale Nutzung ist daher weniger eine rein technische als vielmehr eine regulatorische Herausforderung.
Gleichzeitig wächst mit der steigenden Zahl an Satelliten auch die Sorge vor Weltraummüll. Die großen Konstellationen von Starlink erhöhen die Dichte im Erdorbit und damit das Risiko von Kollisionen. Schon heute kreisen laut ESA-Angaben über 46.000 Objekte um die Erde, die von Weltraumüberwachungsnetzwerken regelmäßig verfolgt und in deren Katalog geführt werden. Fachleute warnen, dass eine unkontrollierte Zunahme von Trümmern im Sinne des sogenannten Kessler-Effekts eine Kettenreaktion auslösen könnte, die den Erdorbit langfristig so stark belastet, dass er für Menschen kaum noch nutzbar wäre. Maßnahmen zur Vermeidung von Kollisionen und zum kontrollierten Rückbau ausgedienter Satelliten dürften daher weiter an Bedeutung gewinnen.
Der Ausbau von Starlink spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen von SpaceX wider. Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Segment Satelliten-Internet (Starlink) einen Gewinn von 2,6 Milliarden US-Dollar vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 1,6 Milliarden US-Dollar. Damit ist Starlink der wichtigste Ergebnistreiber des Unternehmens, während das Raumfahrtgeschäft weiterhin Verluste verzeichnete. Die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung des Dienstes könnte den weiteren Ausbau beschleunigen und die Rolle von Satelliten-Internet im globalen Telekommunikationsmarkt ausbauen.
Beschreibung
Die Grafik zeigt die Verfügbarkeit von Satelliten-Internet von Starlink nach Ländern.
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