Arbeitsmarkt
Teilzeitquote von Mütttern in Deutschland besonders hoch
Der Arbeitsmarkt in der Europäischen Union ist keineswegs homogen. Die Unterschiede zwischen den EU-Ländern hinsichtlich allgemeiner Arbeitslosenquoten, Jugendarbeitslosigkeit und prekären Beschäftigungsverhältnissen sind hoch. Ein weiteres Beispiel für die Heterogenität ist das Thema Teilzeitarbeit. Im Vergleich mit den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union liegt Deutschland bei den Teilzeitquoten von Frauen und Männern insgesamt auf Rang vier. Die Quoten der Frauen sind dabei mit 48,5 Prozent deutlich höher als die der Männer (12,1 Prozent). Sowohl deutsche Frauen als auch deutsche Männer liegen jeweils über dem EU-Durschnitt.
In den Niederlanden und in der Schweiz arbeiten besonders viele Frauen Teilzeit, weil sich mehrere Faktoren überlagern: gesellschaftlich relativ stark verankerte Rollenbilder, nach denen Frauen den Hauptteil von Kinderbetreuung und Hausarbeit übernehmen, treffen auf Arbeitsmärkte, in denen Teilzeit gut akzeptiert und rechtlich abgesichert ist. Hinzu kommen familienpolitische und steuerliche Rahmenbedingungen – etwa teure oder begrenzt verfügbare Kinderbetreuung und steuerliche Nachteile eines zweiten hohen Erwerbseinkommens.
Ein großer Teil der weiblichen Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet aus familiären Gründen in Teilzeit: 2024 nannten 28 Prozent die Betreuung von Kindern oder anderen Angehörigen als Grund. Bei den Männern liegt dieser Anteil lediglich bei sieben Prozent. 22 Prozent der männlichen Teilzeitbeschäftigten nannten eine Aus- oder Weiterbildungsmaßnahme als Grund ihrer Teilzeittätigkeit. Bei den Frauen waren es hingegen nur 8,5 Prozent.
Beschreibung
Die Grafik zeigt den Anteil der 15- bis 64-jährigen Teilzeit-Erwerbstätigen im EU-Vergleich.
Verwandte Infografiken
Sie haben noch Fragen?
Kontaktieren Sie uns schnell und einfach.
Wir helfen Ihnen gern!
Statista Content & Design
Sie benötigen maßgefertigte Infografiken, animierte Videos, Präsentationen, Data Research oder Social Media Charts?