Fachkräftemangel

 

Statistiken und Studien zum Thema Fachkräftemangel

Fachkräftemangel herrscht, wenn es für Unternehmen nicht möglich ist, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. Fachkräftemangel kann dazu führen, dass Unternehmen oder ganze Wirtschaftszweige weniger wachsen als das mit dem entsprechenden Fachpersonal möglich gewesen wäre. Im Zusammenhang mit dem Schlagwort Fachkräftemangel wird häufiger der Mangel an Ingenieuren thematisiert. Laut Angaben des IW Köln zur Ingenieurlücke in Deutschland fehlten 2010 jahresdurchschnittlich fast 36.000 Ingenieure. Fachkräfteengpässe sind auch im Bereich Informations- und Telekommunikationstechnologie ein Problem. Der Anteil der ITK-Firmen in Deutschland mit Fachkräftemangel belief sich Angaben des Branchenverbandes BITKOM zufolge im zweiten Quartal 2011 auf 60 Prozent. Das Mittelstandsbarometer von Ernst & Young ermittelte im Januar 2011, dass mittelständische Unternehmen in Deutschland durch Fachkräftemangel Umsatzeinbußen bzw. nicht realisierte Umsätze in Höhe von 29,4 Milliarden Euro verkraften müssen. Eine Umfrage zu den Maßnahmen von Unternehmen gegen den Fachkräftemangel im Auftrag des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ergab, dass die Unternehmen vor allem auf Aus- und Weiterbildung setzen. Immer wieder wird auch diskutiert, ob Fachkräfte aus dem Ausland angeworben werden sollten. 12 Prozent der Unternehmen wollen gemäß der DIHK-Umfrage so dem eigenen Fachkräftemangel entgegenwirken. Allerdings ist dieser Ansatz in Deutschland nur mäßig populär. Eine Umfrage des ZDF-Politbarometers zur Notwendigkeit von Zuwanderung aus dem Oktober 2010 ergab, dass zwei Drittel der Deutschen die hiesigen Arbeitskräfte für ausreichend halten. Foto: christian Lagereek, istock
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