Künstliche Intelligenz
KI hinterlässt im Netz seine Spuren
Generative Künstliche Intelligenz überzeugt durch ihre Fähigkeit, ähnlich wie ein Mensch zu kommunizieren. Die Betonung liegt hierbei auf ähnlich, denn genau wie ein Mensch schreiben LLM-Tools wie ChatGPT, Gemini und Co. aktuell (noch) nicht.
Zu viele kleine Marotten (und auch größere, statistische Muster) bauen Generative-KI-Agenten in ihre Texte ein. Forscher vom amerikanischen Pew Research Center haben nun analysiert, auf wie vielen Webseiten diese KI-Marker bereits zu finden sind. Im englischsprachigen Bereich sind es bereits knapp 10 Prozent, bei neueren Webseiten, die nach dem ChatGPT-Start Ende 2022 generiert wurden, sogar 35 Prozent.
Unter den typischen KI-Ausdrücken und -Zeichen stieg vor allem die Benutzung des Gedankenstriches stark an. Kam er im 1. Halbjahr 2023 noch auf nur 5.8 Prozent der Webseiten vor, hatte sich das bis zum 1. Halbjahr 2026 fast verdoppelt. Das Oxford-Komma, ein Komma vor dem und, kam auch schon vorher häufig vor, nämlich auf 34 Prozent aller Webseiten. Dies stieg über den gleichen Zeitraum nochmal stark auf mehr als 55 Prozent an. Typisches KI-Vokabular war zuvor auf 12 Prozent der Webseiten zu finden und ist nun auf 26 Prozent vertreten. Der negative Parallelismus verdoppelte seine Häufigkeit ebenfalls. Die Satzstruktur mit dem Muster „Es ist nicht X, es ist Y“ gilt als eine typische KI-Formulierung.
Auch Menschen wählen Satzzeichen, Worte und Formulierungen, die KI nutzt, aber der starke Anstieg in nur drei Jahren weist eindeutig auf KI-Nutzung hin, so Pew Research Center. Die eingesetzte Software detektiert außerdem statistische Häufigkeiten in Wortwahl und Satzbau, die mit dem bloßen Auge nicht direkt zu erkennen sind.
Beschreibung
Diese Grafik zeigt den Gebrauch typischer KI-Ausdrücke und -Zeichen pro 10.000 Worte Website-Text seit Veröffentlichung von ChatGPT.
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