Einkommensteuer
Wie haben sich die Einkommensteuersätze entwickelt?
Die Einkommensteuersätze in Deutschland sind seit Mitte der 2000er Jahre weitgehend stabil geblieben. Nach deutlichen Senkungen zuvor verharren der Eingangssteuersatz seit 2009 bei 14 Prozent sowie der Spitzensteuersatz seit 2005 bei 42 Prozent. Der sogenannte Reichensteuersatz liegt seit seiner Einführung 2007 konstant bei 45 Prozent. Das zeigt die Infografik auf Basis von Daten der Uni Duisburg-Essen (PDF-Download).
Zuvor hatte es spürbare Entlastungen gegeben: 1998 lag der Eingangssteuersatz noch bei 25,9 Prozent, der Spitzensteuersatz bei 53 Prozent. Bis 2005 wurden beide Sätze schrittweise reduziert. Seitdem hat sich das System kaum verändert, auch wenn kleinere Anpassungen an Tarifgrenzen außerhalb der Steuersätze erfolgt sind. Die langfristige Stabilität deutet auf eine politische Balance hin. Größere Reformen könnten zwar Entlastungen oder Mehreinnahmen bringen, würden aber Verteilungsfragen neu aufwerfen und entsprechend kontrovers diskutiert werden.
Die Einkommensteuer in Deutschland wird stark von einer kleinen Gruppe getragen: Die oberen 8 Prozent der Steuerpflichtigen vereinen mehr als die Hälfte der Einnahmen auf sich. Das verdeutlicht die Verteilung nach Einkommensgruppen im Jahr 2021. Während 32,7 Prozent der Steuerpflichtigen weniger als 20.000 € verdienen, tragen sie nur 1,5 Prozent zum Steueraufkommen bei. Am anderen Ende steht die Gruppe mit Einkommen über 250.000 €: Sie stellt lediglich 1,0 Prozent der Steuerpflichtigen, generiert aber 25,2 Prozent der Einnahmen.
Beschreibung
Die Grafik zeigt den Eingangs-, Spitzen- und Reichensteuersatz bei der Einkommensteuer in Deutschland.
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