Wirtschaft in Frankreich

Frankreich ist die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt und die zweitgrößte in Europa, hinter Deutschland und vor Großbritannien. Der Internationale Währungsfond (IWF) schätzt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Frankreich für 2014 auf eine Höhe von rund 2,9 Billionen US-Dollar. 


Umgerechnet auf die Bevölkerung ergibt sich für 2014 ein geschätztes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Frankreich von rund 45.000 US-Dollar.

 

Wirtschaftswachstum

 

Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise schrumpfte die französische Wirtschaft 2008 und 2009. Im Jahr 2010 erholte sich die französische Wirtschaft etwas und erreichte wieder ein positives Wachstum. Für 2014 errechnet der IWF eine Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts Frankreichs von etwa 1,03 Prozent.

 

Staatsschulden

 

Die Krise hat die französischen Staatsfinanzen stark belastet: Wie in anderen Ländern wurden auch in Frankreich staatliche Konjunkturprogramme aufgelegt. Infolge dieser Maßnahmen stieg die Staatsverschuldung in Frankreich im Jahr 2011 auf rund 86 Prozent des BIP, nachdem sie vor der Krise im Jahr 2007 noch bei gut 64 Prozent gelegen hatte. Für 2014 rechnet der IVW mit einem Wert von etwa 96 Prozent des BIP.

 

Arbeitslosigkeit

 

Die Arbeitslosenquote in Frankreich stieg während der Wirtschaftskrise deutlich an: Hatte sie 2008 noch bei 7,8 Prozent gelegen, so betrug sie 2010 schon etwa 9,7 Prozent. Für 2014 rechnet der IWF mit einem weiteren Anstieg auf 11,04 Prozent.

 

Inflation

 

Nachdem die Inflation in Frankreich im Jahr 2008 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von knapp 3,2 Prozent einen Höchststand der letzten Jahre erreicht hatte, sank sie während der Wirtschaftskrise deutlich und betrug 2009 lediglich 0,1 Prozent. Für 2014 wird mit einem Wert von rund 1 Prozent gerechnet.

 

Wirtschaftsstruktur

 

Die französische Wirtschaft basiert überwiegend auf Dienstleistungen: Im Jahr 2012 waren gut 75 Prozent der Erwerbstätigen im tertiären Sektor beschäftigt (Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren in Frankreich). 2013 erwirtschafteten sie circa 79 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt in Frankreich). Den übrigen Beitrag leistete die Industrie. Die Landwirtschaft spielt mit einem Anteil von etwa 3 Prozent an den Erwerbstätigen und weniger als 2 Prozent der Wirtschaftsleistung volkswirtschaftlich kaum eine Rolle. Insgesamt lag die Anzahl der Erwerbstätigen in Frankreich im Jahr 2014 laut IWF bei rund 25,8 Millionen. 

 

Handel

 

Mit einem Export von Gütern aus Frankreich im Wert von knapp 580 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 war Frankreich die sechstgrößte Exportnation der Welt. Der Import von Waren nach Frankreich fiel mit einem Wert von etwa 681 Milliarden US-Dollar jedoch deutlich größer aus, sodass in der Handelsbilanz bei den Gütern in Frankreich 2013 ein Defizit von rund 101 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen war. Die wichtigste Exportländer Frankreichs sind Deutschland, Belgien und Italien.

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