Wirtschaft in Frankreich

Umgerechnet auf die Bevölkerung ergibt sich für 2013 ein geschätztes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Frankreich von rund 40.000 US-Dollar.

Wirtschaftswachstum

Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise schrumpfte die französische Wirtschaft 2008 und 2009. Im Jahr 2010 erholte sich die französische Wirtschaft etwas und erreichte wieder ein positives Wachstum. Für 2013 rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts Frankreichs von etwa 0,3 Prozent.

Staatsschulden

Die Krise hat die französischen Staatsfinanzen stark belastet: Wie in anderen Ländern wurden auch in Frankreich staatliche Konjunkturprogramme aufgelegt. Infolge dieser Maßnahmen stieg die Staatsverschuldung in Frankreich im Jahr 2011 auf rund 86 Prozent des BIP, nachdem sie vor der Krise im Jahr 2007 noch bei gut 64 Prozent gelegen hatte. Für 2013 rechnet der IVW mit einem Wert von etwa 93 Prozent des BIP.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote in Frankreich stieg während der Wirtschaftskrise deutlich an: Hatte sie 2008 noch bei 7,8 Prozent gelegen, so betrug sie 2010 schon etwa 9,7 Prozent.Für 2013 rechnet der IWF mit einem weiteren Anstieg auf 11,2 Prozent.

Inflation

Nachdem die Inflation in Frankreich im Jahr 2008 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von knapp 3,2 Prozent einen Höchststand der letzten Jahre erreicht hatte, sank sie während der Wirtschaftskrise deutlich und betrug 2009 lediglich 0,1 Prozent. Für 2013 wird mit einem Wert von rund 1 Prozent gerechnet.

Wirtschaftsstruktur

Die französische Wirtschaft basiert überwiegend auf Dienstleistungen: Im Jahr 2010 waren gut 74,5 Prozent der Erwerbstätigen im tertiären Sektor beschäftigt (Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren in Frankreich). 2009 erwirtschafteten sie circa 79 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt in Frankreich). Den übrigen Beitrag leistete die Industrie. Die Landwirtschaft spielt mit einem Anteil von etwa 3 Prozent an den Erwerbstätigen und weniger als 2 Prozent der Wirtschaftsleistung volkswirtschaftlich kaum eine Rolle.

Handel

Mit einem Export von Gütern aus Frankreich im Wert von knapp 600 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 war Frankreich die sechstgrößte Exportnation der Welt. Der Import von Waren nach Frankreich fiel mit einem Wert von etwa 713 Milliarden US-Dollar jedoch deutlich größer aus, sodass in der Handelsbilanz bei den Gütern in Frankreich 2011 ein Defizit von fast 120 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen war. Die wichtigste Exportländer Frankreichs sind Deutschland, Italien und Spanien.

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