Wirtschaft in Japan

Umgerechnet auf die Bevölkerung ergibt sich für 2011 ein geschätztes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Japan von rund 47.100 US-Dollar.

Wirtschaftsstruktur

Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise schrumpfte die japanische Wirtschaft 2008 um 1,2 und 2009 sogar um 6,3 Prozent. Zwar schien sich die japanische Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 4,5 Prozent 2010 wieder zu erholen, der IWF verzeichnete für das Jahr 2011 allerdings wieder ein schrumpfen des BIP um 0,6 Prozent. 2013 rechnet er mit einem Wachstum von 1,2 Prozent.

Staatsschulden

Die ohnehin schon hohe Staatsverschuldung in Japan wurde durch die Wirtschafts- und Finanzkrise noch einmal verstärkt. Lag die Staatsverschuldung in den Jahren vor 2008 noch bei circa 190 Prozent des BIP, stieg sie im Laufe der Krise noch einmal an. Für das Jahr 2013 rechnet der IWF mit einer japanischen Staatsverschuldung von etwa 245 Prozent des japanischen Bruttoinlandsproduktes.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote in Japan stieg während der Wirtschaftskrise nur leicht an: Hatte sie 2007 bei 3,8 Prozent gelegen, so stieg sie im Verlauf der Krise auf knapp über 5 Prozent. Für 2013 rechnet der IWF mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote auf ca 4,1 Prozent.

Inflation

Japan durchlebt bereits seit längerer Zeit eine Periode der Deflation, d.h. fallender Preise. Die Inflationsrate in Japan stieg zwar 2008 zwischenzeitlich auf etwa 1,4 Prozent an, aber schon im folgenden Jahr lag sie wieder bei -1,3 Prozent. Für das Jahr 2013 rechnet der IWF mit einer Inflationsrate von -0,17 Prozent in Japan.

Wirtschaftsstruktur

Die japanische Wirtschaft basiert überwiegend auf Dienstleistungen: Im Jahr 2010 waren fast 70 Prozent der Erwerbstätigen im tertiären Sektor beschäftigt (Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren in Japan) und erwirtschafteten 71,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt in Japan). Den übrigen Beitrag leistete die Industrie. Die Landwirtschaft spielt mit einem Anteil von vier Prozent an den Erwerbstätigen und rund 1 Prozent der Wirtschaftsleistung volkswirtschaftlich keine Rolle.

Handel

Mit einem Export von Gütern aus Japan im Wert von rund 820 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 war Japan die viertgrößte Exportnation der Welt. Der Import von Waren nach Japan fiel mit einem Wert von gut 855 Milliarden US-Dollar höher aus, sodass erstmals seit langem ein Defizit in der Handelsbilanz bei den Gütern in Japan zu verzeichnen war. Die wichtigsten Exportländer Japans sind China, die USA und Südkorea.

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