Wirtschaft
Osten ist auf internationale Fachkräfte angewiesen
Internationale Fachkräfte bremsen den Beschäftigungsrückgang in den ostdeutschen Flächenländern, können ihn zuletzt aber nicht mehr ausgleichen. Die Wachstumsrate der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sank 2024/25 insgesamt auf minus 0,57 Prozent. Das verdeutlicht die Infografik auf Basis von Daten des IW Köln.
Bis zum Jahr 2019 trugen vor allem Deutsche und EU-Bürger zum Beschäftigungsaufbau bei. Drittstaatsangehörige spielten nur eine nachgeordnete Rolle. Seit 2019 ist die Zahl qualifizierter Beschäftigter mit deutscher Staatsangehörigkeit in der Region rückläufig und ihr Wachstumsbeitrag zunehmend negativ. EU-Bürger leisteten zwar weiterhin einen positiven Beitrag, der allerdings aktuell ebenfalls deutlich abnimmt. Drittstaaten-Angehörige gewinnen dagegen an Gewicht: Am aktuellen Rand ist ihr Beitrag zur Beschäftigungsentwicklung deutlich positiv und höher als in früheren Jahren.
Die ostdeutschen Flächenländer sind auf Zugewanderte und deren nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt angewiesen, vor allem weil immer mehr deutsche Babyboomer in Rente gehen. Ohne Zuwanderung aus EU- und Drittstaaten läge die Beschäftigung im gesamten Betrachtungszeitraum laut IW Köln um rund 191.000 qualifizierte Arbeitskräfte (entspricht 5,3 Prozent) niedriger.
Internationale Fachkräfte tragen laut IW Köln insbesondere zur Fachkräftesicherung in Engpassberufen bei. Von allen derzeit in den ostdeutschen Flächenländern beschäftigten internationalen Fachkräften arbeiten knapp 160.000 in Engpassberufen – also in Berufen, in denen ein Fachkräftemangel besteht, wie bei Berufskraftfahrern und Ärzten, in der Pflege der Kraftfahrzeugtechnik, bei Köchen und im Gastroservice.
Beschreibung
Die Grafik zeigt die Wachstumsrate der Beschäftigung in ostdeutschen Flächenländern.
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