Mobilität
Wie teuer ist der ÖPNV in europäischen Städten?
London hat unter den untersuchten europäischen Hauptstädten das mit Abstand teuerste ÖPNV-Monatsticket. Das zeigt eine aktuelle Greenpeace-Erhebung (PDF-Download). Kaufkraftbereinigt liegt der Preis bei 161,58 €. Das ist rund achtmal so viel wie in Rom, wo Greenpeace für 2026 einen Wert von 20,97 € ausweist. Der Vergleich berücksichtigt reguläre Tickets ohne Sozialrabatte. Auch Amsterdam liegt mit 107,14 € deutlich über den übrigen Städten. Paris folgt mit 77,16 €, Berlin liegt mit mit 57,75 € im Mittelfeld der gezeigten Städte. Oslo, Madrid, Wien und Rom liegen darunter.
Für Pendlerinnen und Pendler kann der Monatspreis mitentscheiden, wie attraktiv Busse und Bahnen gegenüber anderen Verkehrsmitteln sind. Der kaufkraftbereinigte Ansatz macht dabei Preisunterschiede vergleichbar, sagt aber nichts über Qualität oder Umfang der jeweiligen ÖPNV-Netze aus. Für die Verkehrspolitik könnte er dennoch ein Indikator dafür sein, wo bezahlbare Dauertickets besonders wichtig wären.
Die großen Preisunterschiede entstehen vor allem durch unterschiedliche Tarifpolitik. Wie viel Fahrgäste selbst zahlen, hängt davon ab, wie stark Stadt und Staat den Nahverkehr über Steuern und Zuschüsse finanzieren. Der Ticketpreis bildet also nicht einfach die Betriebskosten ab. Zudem dürfte sich der Angebotsumfang der Tickets beziehungsweise die enthaltenen Zonen unterscheiden.
Beschreibung
Die Grafik zeigt die Preise für ein ÖPNV-Monatsticket in europäischen Hauptstädten.
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