Tennis
Ist Tennis immer noch ein Sport für Wohlhabende?
Tennis haftet seit jeher der Ruf an, es handele sich dabei um einen elitären Sport für Besserverdiener. Und in der Tat hat Tennis seine Ursprünge an europäischen Königshöfen. Die Anfänge des Sports waren geprägt von privaten Clubs, teurer Ausrüstung und exklusivem Zugang zu gepflegten Plätzen, was ihn zu einem Symbol für sozialen Status machte. Dieses Image wurde durch die Bedeutung prestigeträchtiger Turniere wie Wimbledon weiter gefestigt, bei denen die elitären Traditionen des Sports voll zur Geltung kamen und die Vorstellung bestärkten, dass Tennis ein Sport für die Wohlhabenden sei.
Zwar trägt Tennis noch immer einen Teil dieses historischen Ballasts mit sich, doch die Vorstellung, dass es nur ein Sport für Reiche sei, trifft immer weniger zu. Dank des deutschen Vereinswesens und umfangreicher Jugendförderprogramme wurde Tennis in den 90er Jahren in Deutschland zum Breitensport. Auch wenn die Popularität nach der Ära Graf/Becker etwas abgenommen hat, bleibt Tennis eine der beliebtesten Sportarten mit mehr als 1,5 Millionen Vereinsmitgliedern.
So ganz kann der Sport sein elitäres Image dennoch nicht abschütteln, und das nicht ganz zu Unrecht, wie Ergebnisse von Statista Consumer Insights zeigen. Demnach nimmt der Anteil derer, die Tennis verfolgen oder aktiv spielen mit steigendem Haushaltseinkommen zu. Während nur vier Prozent der Befragten mit einem Bruttoeinkommen unter €36.000 angaben, Tennis zu spielen, waren es in der Gruppe der Bestverdiener 13 Prozent. Ein ähnlicher Verlauf lässt sich beim Interesse an Tennis als Zuschauer beobachten.
Beschreibung
Die Grafik zeigt den Anteil der Befragten, die Tennis spielen oder verfolgen nach Bruttohaushaltseinkommen.
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