Fossile Energien
Welche Länder fördern am meisten Erdöl?
Die USA dominieren die weltweite Ölförderung deutlich. Mit 902 Millionen Tonnen im Jahr 2024 vereinen sie rund ein Fünftel der globalen Produktion auf sich. Damit fördern die Vereinigten Staaten fast doppelt so viel Öl wie Russland mit 516 Millionen Tonnen und 11,3 Prozent Anteil sowie Saudi-Arabien mit 510 Millionen Tonnen und 11,2 Prozent Anteil. Das zeigt die Statista-Grafik mit Daten des Londoner Energy Institutes. Diese Dominanz einzelner Staaten hat erhebliche Bedeutung für die globalen Energiemärkte. Politische Entscheidungen oder Produktionsänderungen in diesen Ländern könnten das Angebot spürbar beeinflussen und damit auch die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt prägen.
Hinter dem Spitzentrio folgt bereits mit deutlichem Abstand Kanada mit 290 Millionen Tonnen, was 6,4 Prozent entspricht. Auch Länder wie Iran, Irak und China bewegen sich mit Anteilen zwischen 4,7 und 5,1 Prozent auf einem ähnlichen Niveau, bleiben jedoch klar hinter den führenden Produzenten zurück. Die Struktur des Marktes zeigt damit eine starke Konzentration auf wenige große Förderländer.
In Deutschland spielt die Erdölförderung dagegen nur noch eine marginale Rolle. Mit 1,6 Millionen Tonnen liegt der Anteil bei unter 0,05 Prozent der weltweiten Produktion. Gefördert wird vor allem noch in Niedersachsen sowie in geringem Umfang in Schleswig-Holstein. Der Beitrag zur eigenen Versorgung ist entsprechend gering: Nur ein sehr kleiner Teil des deutschen Ölbedarfs wird durch heimische Förderung gedeckt, der überwiegende Anteil muss importiert werden. Diese Abhängigkeit könnte die Anfälligkeit gegenüber Preisschwankungen und geopolitischen Entwicklungen weiter erhöhen.
Vor diesem Hintergrund wird in Deutschland immer wieder über den Einsatz von Fracking diskutiert. Befürworter sehen darin eine Möglichkeit, die heimische Förderung zu steigern und die Importabhängigkeit zu verringern. Kritiker verweisen hingegen auf Umwelt- und Klimarisiken, insbesondere für Grundwasser und Landschaft. Eine Lockerung der Regeln könnte die Fördermengen erhöhen, würde jedoch voraussichtlich weiterhin nur einen begrenzten Beitrag zur Versorgung leisten.
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