Urlaub
Weniger als die Hälfte erhält Urlaubsgeld
In den vergangenen Jahren sind Reisen und Unterkünfte vielerorts deutlich teurer geworden. Für viele Beschäftigte ist das meist im Juni oder Juli ausgezahlte Urlaubsgeld deshalb ein wichtiger finanzieller Spielraum für den Jahresurlaub. Dennoch erhält mit 44 Prozent weniger als die Hälfte der Beschäftigten in der Privatwirtschaft überhaupt eine solche Sonderzahlung.
Besonders groß ist der Unterschied zwischen Beschäftigten mit und ohne Tarifbindung, wie Daten von lohnspiegel.de zeigen. So bekommen 72 Prozent der Beschäftigten mit Tarifvertrag Urlaubsgeld, aber nur 34 Prozent ohne Tarifvertrag. Auch zwischen den Geschlechtern bestehen Unterschiede: Während 48 Prozent der Männer Urlaubsgeld erhalten, sind es bei Frauen 39 Prozent. Regional liegt der Anteil im Westen bei 46 Prozent, im Osten inklusive Berlin hingegen bei 33 Prozent.
Ein wesentlicher Grund für die gestiegenen Reisekosten sind höhere Preise entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette. Neben deutlich teureren Hotelübernachtungen und Restaurantbesuchen haben auch gestiegene Kerosinpreise Flugreisen verteuert. Hinzu kommen höhere Energie- und Personalkosten, die Anbieter an Kundinnen und Kunden weitergeben.
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und Iran kürzlich auf Rahmenbedingungen für ein Ende des Krieges verständigt. Die Aussicht auf ein mögliches Kriegsende könnte die Energiemärkte zwar entlasten. Ob und wie schnell sich die Preise stabilisieren, bleibt jedoch offen. Eine nachhaltige Entspannung würde entscheidend davon abhängen, wie sich Angebot und geopolitische Risiken weiter entwickeln.
Beschreibung
Die Grafik zeigt den Anteil der Beschäftigten in der Privatwirtschaft, die Urlaubsgeld erhalten.
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