Piraterie

Südchinesisches Meer ist weltweiter Piraterie-Brennpunkt

Nachdem der Öltanker MT Eureka am 2. Mai im Golf von Aden von somalischen Piraten gekapert und Berichten zufolge in Richtung der Küste des Landes verschleppt wurde, ist die Zahl der Piraterie-Vorfälle vor Somalia dieses Jahr bereits auf vier gestiegen. Seit 2023 gibt es wieder mehr Vorfälle dieser Art in dem Land, dass einen traurigen Ruf für Piraterie hat. 2026 könnte nun vor dem Hintergrund des Iran-Krieges ein neuer Höchststand erreicht werden, da Marineschiffe aus dem Golf von Aden zur Straße von Hormuz abgezogen werden.

Nachdem Patroullien bereits Ende 2023 wegen der verstärkten Aktivität der Huthi-Rebellen zu Beginn des Krieges in Gaza in Richtung der jemenitischen Meerenge von Bab el-Mandeb abfuhren, wurden von der Weltschifffahrtsorganisation 2024 acht Piraterie-Vorfälle vor Somalia registriert. So viele hatte es seit 2017 nicht mehr gegeben.

Während sich die Situation in Ostafrika erst kürzlich wieder verschlechtert hat, haben andere Weltmeere in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls stark unter Piraterie gelitten. Daten der Weltschifffahrtsorganisation zeigen, dass zwischen den Jahren 2000 und 2024 das Südchinesische Meer am stärksten von Piraterie-Vorfällen betroffen war. Dort haben verstärkte Patrouillen und interstaatliche Zusammenarbeit allerdings in den letzten Jahren für Abhilfe gesorgt. In der angrenzenden Straße von Malakka stieg die Zahl der Angriffe nach 2016 wieder an und erreichte 2024 einen Wert von 91 – der höchste aller Regionen in diesem Jahr. Auch in der Straße von Singapur gab es in den letzten Jahren viele Vorfälle, allerdings gelang es den Behörden auch, zwei Banden zu zerschlagen.

Trotzdem ist Ostafrika weiterhin der weltweite Brennpunkt für erfolgreiche Schiffsentführungen. Insgesamt wurden dort in dem oben genannten Zeitraum 161 Fälle registriert. Diese Zahl ist maßgeblich auf die somalische Piraterie zurückzuführen, die zwischen 2007 und 2012 ihren Höhepunkt erreichte. Auch Westafrika auf Platz 2 der Statistik zählt nach wie vor zu den Zonen mit dem höchsten Entführungsrisiko. Im Jahr 2024 wurden 42 Menschen als Geiseln genommen; im Jahr 2023 waren es 68 gewesen. 52 erfolgreiche Schiffsentführungen wurden zwischen den Jahren 2000 und 2024 dort verzeichnet.

Beschreibung

Die Grafik zeigt gemeldete Fälle von maritimer Piraterie zwischen 2000 und 2024.

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Piratenüberfälle weltweit bis 2024
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Piratenangriffe nach Nationalität der Reederei bis 2024
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Verwendete Waffen bei Piratenangriffen bis 2024
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Anzahl der von Seepiraten entführten Crew-Mitglieder bis 2024
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Anzahl der von Seepiraten als Geiseln genommenen Crew-Mitglieder bis 2024
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Anzahl der von Seepiraten getöteten Crew-Mitglieder bis 2024

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