Wirtschaftswachstum

Wie bewertet der IWF die Lage der Weltwirtschaft?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft zuletzt nur leicht nach unten korrigiert. Hintergrund ist der Iran-Krieg, der laut IWF einen spürbaren Schock für die globale Konjunktur darstellt. Für das Jahr 2026 erwartet der IWF nun ein globales Wachstum von 3,0 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als noch in der Prognose vom Januar. Damit bleibt die Weltwirtschaft zwar auf Wachstumskurs, verliert aber an Dynamik. Für Deutschland hat der IWF seine Prognose leicht nach unten korrigiert: Statt 0,8 Prozent Wachstum gegenüber Vorjahr geht der IWF nun von 0,7 Prozent Wachstum aus.

Die Möglichkeit einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten stellt ein erhebliches Risiko dar und könnte die Volatilität der Rohstoffpreise verlängern, Lieferketten weiter gefährden, die Preise erhöhen und die Finanzierungsbedingungen belasten. Eine Beschleunigung der Handelsfragmentierung könnte die Produktion beeinträchtigen und die Preise in die Höhe treiben.

Der Ausblick zeigt jedoch ein uneinheitliches Bild: Während die Auswirkungen des Iran-Krieges insbesondere ölproduzierende und energieimportierende Länder belasten, profitieren Volkswirtschaften, die in die globale Technologiewertschöpfungskette integriert sind, von einer steigenden, durch Künstliche Intelligenz getriebenen Nachfrage.

Gleichzeitig ist der globale Disinflationsprozess ins Stocken geraten. Die Risiken sind laut IWF im Vergleich zum April zwar etwas weniger groß, dennoch bestehen weiterhin erhebliche Abwärtsrisiken, insbesondere durch mögliche erneute Konfliktverschärfungen im Nahen Osten und eine Neubewertung an den Finanzmärkten. Die globale Gesamtinflation dürfte laut IWF von 4,1 Prozent im Jahr 2025 auf 4,7 Prozent im Jahr 2026 steigen, bevor sie 2027 auf 3,9 Prozent zurückgeht.

Beschreibung

Die Grafik zeigt eine IWF-Prognose zur Veränderung des realen BIP.

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