Fossile Energieträger
Welche Industriestaaten haben die größten Ölbestände?
Die USA dominieren die Ölbestände der OECD-Staaten deutlich: Mit 174,2 Mio. Tonnen entfallen 37,0 Prozent des Gesamtbestands auf sie. Damit liegen sie weit vor Japan, das mit 62,2 Mio. Tonnen auf 13,2 Prozent kommt. Deutschland folgt mit 33,8 Mio. Tonnen und 7,2 Prozent. Die Infografik auf Basis von Daten der IEA verdeutlicht damit eine starke Konzentration der Reserven auf wenige große Industrieländer.
Hinter den drei größten Akteuren fällt das Niveau deutlich ab. Länder wie Korea mit 24,0 Mio. Tonnen oder Frankreich mit 20,1 Mio. Tonnen erreichen jeweils nur einstellige Prozentanteile. Auch weitere europäische Staaten tragen mit deutlich kleineren Volumina zum Gesamtbestand bei, was die ungleiche Verteilung innerhalb der OECD unterstreicht.
Diese Struktur spiegelt die strategische Bedeutung von Ölbeständen wider. Große Volkswirtschaften sichern sich umfangreicher gegen Versorgungsrisiken ab. In Zeiten geopolitischer Spannungen könnte diese Ungleichverteilung Einfluss auf die Stabilität der Energiemärkte und die Reaktionsfähigkeit einzelner Länder haben.
Ölbestände und Ölreserven beschreiben unterschiedliche Größen entlang der Wertschöpfungskette. Bestände umfassen bereits gefördertes und eingelagertes Öl, das kurzfristig verfügbar ist, etwa in kommerziellen Lagern oder staatlichen Notfallreserven. Ölreserven hingegen bezeichnen noch im Boden befindliche, wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen. Während Bestände vor allem für die kurzfristige Versorgungssicherheit und Marktstabilisierung entscheidend sind, spiegeln Reserven das langfristige Förderpotenzial eines Landes wider.
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