FIFA Fußball-WM 2026
Für die USA ist die WM kein großer Wirtschaftsfaktor
Trotz der geopolitischen Lage und der angespannten innenpolitischen Situation in den USA, die die Stimmung im Vorfeld der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 trüben, bleibt das fünfwöchige Turnier, das am 11. Juni in Mexiko-Stadt angepfiffen wird, eines der größten Sportereignisse des Jahres. Erstmals in der langen Geschichte des Wettbewerbs werden 48 Nationen in 16 Städten antreten, die sich über die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko erstrecken.
Großveranstaltungen wie die Weltmeisterschaft sind oft mit weitreichenden Versprechen von Wirtschaftswachstum, Beschäftigungsboom und steigenden Investitionen verbunden. Und auch wenn die absoluten Zahlen auf den ersten Blick beeindruckend erscheinen mögen, deutet ein genauerer Blick auf die Daten darauf hin, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen – zumindest für die Vereinigten Staaten – relativ begrenzt sein werden. Laut Schätzungen, die im vergangenen Jahr von der FIFA und der Welthandelsorganisation veröffentlicht wurden, soll das Turnier etwa 17 Milliarden US-Dollar zum Bruttoinlandsprodukt der USA beitragen. So erheblich diese Summe auch ist, entspricht sie lediglich rund 0,05 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes und verdeutlicht damit, wie begrenzt der Gesamteffekt der WM im Kontext der größten Volkswirtschaft der Welt ausfällt.
Im Gegensatz zu kleineren oder weniger etablierten Tourismusmärkten – wie etwa Katar, das die Weltmeisterschaft 2022 ausrichtete – ziehen die USA bereits jedes Jahr zig Millionen internationale Besucher an, sodass das Turnier voraussichtlich keinen bedeutenden Zustrom von Erstbesuchern auslösen wird. Die tatsächlich entstehenden Zugewinne verteilen sich zudem ungleich auf die verschiedenen Branchen. Am stärksten profitieren dürften tourismusnahe Sektoren, allen voran Beherbergung und Gastronomie, gefolgt von Immobilien, Einzelhandel und Transport.
Letztlich zeigt die Datenlage ein vertrautes Muster, insbesondere für große Volkswirtschaften wie die Vereinigten Staaten: Zwar können Mega-Events wie die Weltmeisterschaft erhebliche lokale und sektorspezifische Aktivitäten anstoßen, ihre gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sind jedoch meist deutlich weniger transformativ, als es die Schlagzeilen vermuten lassen.
Beschreibung
Diese Grafik zeigt den geschätzten Beitrag, den die FIFA WM 2026 auf das BIP der USA haben wird.
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