Wetter
Wie hat sich die Zahl der heißen Tage in Deutschland entwickelt?
Die Zahl der heißen Tage in Deutschland ist seit den 1950er-Jahren deutlich gestiegen. Während 1951 im Schnitt nur 3,0 Tage mit über 30 Grad Celsius registriert wurden, erreichen einzelne Jahre inzwischen deutlich höhere Werte. Besonders auffällig sind Spitzen wie 19,0 Tage im Jahr 2003 oder 20,4 Tage im Jahr 2018. Die Infografik auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes verdeutlicht damit einen klaren langfristigen Aufwärtstrend. Im Zeitverlauf zeigt sich, dass extreme Hitzejahre früher die Ausnahme waren. Erst ab den 1990er-Jahren häufen sich Jahre mit zweistelligen Werten, etwa 16,3 Tage im Jahr 1994 oder 17,6 Tage 2015. Auch zuletzt bleibt das Niveau erhöht: 2025 liegt der Wert bei 11,1 Tagen und damit weiterhin deutlich über dem Niveau früherer Jahrzehnte.
Die Entwicklung steht laut Experten im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Klimawandel. Häufigere und intensivere Hitzewellen können künftig nicht nur die Umwelt, sondern auch Gesundheit, Infrastruktur und Landwirtschaft stärker belasten. Hohe Lufttemperaturen belasten laut Umweltbundesamt den menschlichen Körper durch die Hitze nicht nur direkt, wie z.B. in Form von Kreislaufproblemen. Eine heiße Witterung kann auch Verunreinigungen der Atemluft auslösen, die wiederum Atemwegs- und Herz-Kreislauf- Erkrankungen verstärken. So begünstigt eine hohe Lufttemperatur zusammen mit intensiver Sonneneinstrahlung die Bildung von Ozon in Bodennähe, welches die Augen und Atemwege reizt. Diese Belastung kann bestehende Krankheiten der Atemwege verschlimmern und auch allergische Reaktionen auslösen.
Beschreibung
Die Grafik zeigt die Anzahl der Tage mit einem Lufttemperatur-Maximum über 30 Grad Celsius in Deutschland.
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