Afghanistan
Starker Anstieg der Opiumproduktion
Der Anbau von Schlafmohn und die einhergehende Produktion von Opium in Afghanistan sind auf Rekordniveau gestiegen. Laut des jüngsten Berichts des afghanischen Ministeriums zur Bekämpfung des Drogenanbaus und des Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen UNODC sprang das Produktionsvolumen um 87 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf geschätzte 9.000 Tonnen Opium für 2017. Der Anstieg ist der Vergrößerung der Anbaufläche um 63 Prozent auf insgesamt 328.000 Hektar geschuldet, geht aber auch auf einen Anstieg des Ertrages pro Hektar um 15 Prozent auf etwa 27 Kilo Opium pro Hektar Schlafmohn zurück.
Afghanistan ist das größte Anbaugebiet für Schlafmohn weltweit. Aus den Knospen der Blüte wird Opium gewonnen, das zu Heroin raffiniert werden kann. Der Anbau und Schmuggel des Drogenrohstoffs sind auch Finanzquelle für die Taliban und andere Terrororganisationen, die den Anbau und Verkauf besteuern. Anfang der Woche flog die US-Luftwaffe Angriffe auf mutmaßliche Produktionsstäten in der südafghanischen Provinz Helmand, wo innerhalb Afghanistans der meiste Mohn angebaut wird. Der steile Anstieg der Produktion bedeutet auch, dass die Drogenmärkte weltweit und auch in Deutschland mit günstigem Opium und Heroin geflutet werden.
Beschreibung
Diese Infografik zeigt die Anbaufläche für Schlafmohn und Produktionspotenzial für Opium in Afghanistan
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