Wirtschaft
Welche Industriezweige leiden besonders unter hohen Energiepreisen?
Der Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland seit 2022 fällt deutlich aus. Er betrifft insbesondere jene Branchen mit dem größten Energiebedarf. Besonders die Chemieproduktion sinkt von 99,4 Indexpunkten im Januar 2022 auf 78,7 Indexpunkte im März 2026. Auch die Papierindustrie geht von 99,5 auf 79,5 Indexpunkte zurück. Die Infografik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts zeigt damit eine anhaltende Schwäche zentraler Industriezweige.
Als Gründe nennt Destatis neben weiterhin erhöhten Energiekosten auch eine schwache Industriekonjunktur. Da energieintensive Branchen eine Schlüsselrolle für industrielle Wertschöpfungsketten spielen, könnte die anhaltende Schwäche weitreichende Folgen für den Standort haben und strukturelle Veränderungen beschleunigen.
Laut Destatis entfallen rund zwei Drittel des Energieverbrauchs im Verarbeitenden Gewerbe auf energieintensive Industrien, wobei Chemie- sowie Kokerei- und Mineralölverarbeitung besonders hohe Anteile haben. Auffällig ist dabei die Mineralölverarbeitung, die zuletzt deutlich auf 130,7 Indexpunkte im März 2026 steigt. Dahinter dürften vor allem eine gestiegene Raffinerieauslastung sowie Nachholeffekte nach zuvor gedrosselter Produktion stehen.
Beschreibung
Die Grafik zeigt die Produktionsindizes energieintensiver Industriezweige in Deutschland.
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