Grönland

US-Öffentlichkeit lehnt Grönland-Übernahme überwiegend ab

Nach der Veröffentlichung von Nachrichten zwischen US-Präsident Donald Trump und dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre am Montag sind die amerikanischen Ambitionen, das autonome dänische Territorium Grönland zu übernehmen, wieder Gesprächsthema Nummer eins. Trump schrieb an Støre, dass er nach der Verleihnung des Friedensnobelpreises and die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado (und nicht an ihm) nun von der Friedensidee abrücken würde und sagte, dass die USA Grönland besser verteidigen könnte. Zuvor hatte Trump neue Zölle für einige skandinavische und andere europäische Länder angekündigt, die seinen Plänen für Grönland nicht zustimmen. Ebenfalls Montag lehnte Trump in einem Fernsehinterview ab, militärische Mittel in Grönland auszuschließen und sagte, er erwarte keine Widerworte aus Europe, da man Grönland "haben müsse". Die Europäische Union berief derweil einen Notfallgipfel am Donnerstag ein, während Grönland diese Woche auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Thema werden könnte. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, er wolle Trump dort Mittwoch Treffen, denn auch Deutschland steht auf der Liste der Länder, denen im Zusammenhang mit den Thema zusätzliche Zölle angedroht wurden.

Bereits in seiner ersten Rede dieser Amtszeit im März vor dem Kongress bekräftigte Trump seinen Wunsch, Grönland aus Gründen der „nationalen und sogar internationalen Sicherheit“ zu kontrollieren, und wandte sich dabei direkt an das „unglaubliche grönländische Volk“. Neben dem Versprechen von Sicherheit, Wohlstand und dem Recht auf Selbstbestimmung enthielten seine Äußerungen auch die kaum verhüllte Drohung, die USA würden Grönland „so oder so erobern“.

Dass die USA Grönland „auf die andere Art und Weise“, also mit militärischer Gewalt, unter ihre Kontrolle bringen, ist jedoch höchst unwahrscheinlich, da Dänemark NATO-Mitglied ist und ein Angriff auf seine Souveränität die Weltordnung erschüttern würde. Ein solch drastischer Schritt fände in der amerikanischen Öffentlichkeit auch keine Zustimmung, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Laut der von YouGov im Auftrag des Economist durchgeführten Umfrage lehnen 68 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner eine gewaltsame Übernahme Grönlands durch die USA ab, während nur 8 Prozent der Befragten dies befürworten. Selbst unter Republikanern stößt die Idee auf breite Ablehnung: Nur 17 Prozent gaben an, dafür zu sein, während 47 Prozent sagten, sie seien dagegen. Letzteres Ergebnis ist allerdings ganze 10 Prozentpunkte niedriger als vor knapp einem Jahr, als die Umfrage schon einmal durchgeführt wurde.

Die Option, Grönländer von der Zugehörigkeit zu den USA zu überzeugen, wird immer noch von 64 Prozent der Amerikaner und 41 Prozent der Republikaner abgelehnt und nur von 13 Prozent bzw. 25 Prozent dieser Gruppen befürwortet.

Beschreibung

Diese Grafik zeigt den Anteil der US-Amerikaner:innen, die die Übernahme von Grönland befürworten/ablehnen.

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