Tarifverhandlungen

Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst

Nach monatelangen Tarifverhandlungen ist für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen eine Einigung erzielt worden. Wie die Gewerkschaft Verdi am Sonntag mitteilte, sollen die Einkommen der rund 2,3 Millionen Beschäftigten in zwei Stufen steigen. Ab dem 01. April 2021 werden die Gehälter um 1,4 Prozent, mindestens aber um 50 Euro angehoben. Auszubildende bekommen 25 Euro mehr. Ein Jahr später werden die Löhne noch einmal um 1,8 Prozent erhöht, wie die Statista-Grafik zeigt. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2022.

Für Pflegekräfte wurden gesonderte Gehaltssteigerungen vereinbart, bis Ende 2022 von rund 8,7 Prozent. Ab März 2021 wird eine Pflegezulage von 70 Euro gezahlt, ein Jahr später von 120 Euro. Die Zulage in der Intensivmedizin wird mehr als verdoppelt auf 100 Euro monatlich, die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro monatlich, teilte Verdi mit. Zudem soll die Arbeitszeit bei Bund und Kommunen im Osten der in den westlichen Bundesländern angepasst werden und bis Januar 2023 von 40 auf 39 Wochenstunden gesenkt werden.

Alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst sollen noch in diesem Jahr eine Corona-Prämie von einmalig 300 bis 600 Euro erhalten. Die Höhe der Prämie ist nach Entgeltgruppen gestaffelt. Verdi zeigte sich mit den Ergebnissen der Verhandlungen zufrieden, sie seien „respektabel“, sagte Verdi-Vorsitzender und Verhandlungsführer Frank Werneke.

Beschreibung

Die Grafik zeigt die Erhöhung der Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen

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