Daten & Fakten zur Montanindustrie
Die Unternehmen der Montanindustrie beschäftigen sich mit der Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Bodenschätzen. Zur Montanindustrie werden im Allgemeinen die Bereiche industrieller Bergbau und rohstoffverarbeitende Schwerindustrie gezählt.
Ein wichtiger Wirtschaftszweig innerhalb der Montanindustrie ist der Steinkohlebergbau. In Deutschland ist die Anzahl der Arbeiter, die unter Tage Steinkohle abbauen, in den letzten Jahrzehnten allerdings stark zurückgegangen. Waren beispielsweise im Jahr 1955 noch rund 370.000 Bergarbeiter unter Tage beschäftigt, so sind es im Jahr 2009 nur noch etwas mehr als 12.000 gewesen (»
Steinkohlenbergbau: Arbeiter unter Tage). Das Ruhrgebiet ist das traditionell größte Steinkohleabbaugebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Derzeit sind im gesamten Bereich Steinkohleförderung etwa 21.000 Personen beschäftigt. Im Jahr 1955 waren es noch mehr als 478.000 (»
Steinkohlenbergbau: Belegschaft im Ruhrgebiet).
Die Liste der
Top 15 der Bergbau-Unternehmen führte im Jahr 2008 BHP Billiton mit einem Marktwert von etwa 118,2 Milliarden US-Dollar. Dahinter folgten China Shenhua Energy mit rund 57,6 Milliarden und Rio Tinto mit circa 51,5 Milliarden US-Dollar Marktwert. Auch beim Umsatz war BHP Billiton das führende Bergbau-Unternehmen 2008. Insgesamt konnte das Unternehmen rund 59,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaften (»
Umsätze von Bergbau-Unternehmen). Der Bergbau-Konzern Rio Tinto folgte dahinter mit einem Jahresumsatz von etwa 54,2 Milliarden US-Dollar.