Statistiken zu Depressionen und Burn-out-Syndrom

Statistiken zu Depressionen und Burn-out-Syndrom

Statistiken und Studien zu Depression und Burn-out-Syndrom

Psychische Erkrankungen - mittlerweile zweitwichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland - umfassen ein weites Feld psychiatrischer und psychologischer Krankheiten, die zwar jeweils eigene Symptome aufweisen, sich aber krankheitsübergreifend durch anormale Gedanken, Emotionen, Verhaltensweisen oder Beziehungen zu anderen Menschen auszeichnen. Sie entstehen oft bereits in der Jugend, können mittlerweile aber häufig erfolgreich behandelt werden.


Rund ein Drittel der Fehlzeiten aufgrund psychischen Erkrankungen entfallen auf Depressionen. Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Arten depressiver Erkrankungen, für die zahlreiche und teilweise konkurrierende genetische, medizinische, psychologische und soziologische Erklärungsansätze herangezogen werden können. Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass sie eine affektive Störung beschreiben, deren Hauptelement anhaltende Zustände psychischer Niedergeschlagenheit und Traurigkeit sind - bis hin zu Suizidgedanken.
Das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund von Depressionen hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Unter DAK-Versicherten kamen 2014 durchschnittlich 111,5 Arbeitsunfähigkeitstage auf 100 Versicherte, wobei Frauen signifikant häufiger betroffensind als Männer. Auch scheinen sozioökonomische Faktoren wie Arbeitslosigkeit, geringe soziale Unterstützung oder ein insgesamt niedriger Sozialstatus das Ausbilden einer Depression zu begünstigen.
Eng mit der Diagnose Depressionen verbunden ist das vormals als „Modeerkrankung“ verschriene „Burn-out-Syndrom“, das einen Zustand der totalen körperlichen und geistigen Erschöpfung beschreibt. Nach Angaben der der DAK hat sich die Krankheitslast aufgrund von Burn-out-Diagnosen seit 2006 nahezu verzwanzigfacht. Burn-out wird dabei in der Literatur immer wieder mit einer hohen Belastung in Arbeit und Privatleben in Verbindung verbracht. Vor allem Berufsgruppen mit hoher sozialer Interaktion sind von Burn-out-Erkrankungen betroffen. Nach Schätzungen von Asklepios und des Manager Magazins könnten bis zu acht Prozent der Mitarbeiter großer DAX-Unternehmen von Burn-out-Erkrankungen betrofen sein .

Trotz einer zunehmenden gesellschaftlichen Sensibilisierung für das Thema psychische Gesundheit im Allgemeinen und Depressionen im Besonderen muss nach wie vor von einer hohen Dunkelziffer an Betroffenen ausgegangen werden. Vor dem Hintergrund therapeutischer Defizite und langen Wartezeiten in psychotherapeutischen Praxen ist also nicht mit einer Trendumkehr in den nächsten Jahren zu rechen.



Foto: sxc.hu / irum

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