Marktdaten zum Einzelhandel mit DIY- und Gartenbedarf
Der Umsatz im deutschen Do-It-Yourself-Markt im engeren Sinne (nach Definition Bau- und Heimwerkermärkte inkl. angeschlossener Gartencenter, Fachmärkte für Gartenbedarf, Raumausstattung, Leuchten, Fliesen, Sanitärbedarf,
Baustoff- und Bauelementen, Holz und Sägewerkshandel sowie kleinbetrieblicher Fachhandel für Eisenwaren, Raumausstattung, Gartenbedarf und Blumen) lag im Jahr 2011 bei 44,21 Milliarden Euro.
Die 20 größten deutschen DIY-Handelsunternehmen mit ihren in- und ausländischen Märkten erzielten 2011
einen Bruttoumsatz in Höhe von 29,4 Milliarden Euro
auf einer Gesamtverkaufsfläche von 19,1 Millionen Quadratmetern.
Im Durchschnitt wies ein Baumarkt aus der Top 20-Hitliste eine Flächenleistung von 1.539 Euro pro Quadratmeter und pro Jahr.
Zu den Top 5 Baumarktunternehmen in Deutschland gehören Obi (Tengelmann-Gruppe), Bauhaus,
Praktiker (inkl. Max Bahr und Extra),
Hornbach sowie Zeus.
Nach Angaben des Dähne-Verlags gibt es zum Ende Dezember 2011 insgesamt 4.470 Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland mit einer Mindestverkaufsfläche von 400 Quadratmetern.
Die hochgerechnete
Gesamtverkaufsfläche sämtlicher Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland
wuchs gegenüber dem Vorjahr um 136.000 Quadratmeter Verkaufsfläche um 0,7 Prozent auf 18,983 Millionen Quadratmetern.
Nach der Gemaba-Baumarkt-Strukturuntersuchung 2012 gibt es zum 01. Januar 2012 im Bundesgebiet 2.381 Baumärkte,
die der Definition (mindestens 1.000 Quadratmeter Innen-VF und breites Sortiment) des BHB-Bundesverbands deutscher Heimwerker-,
Bau- und Gartenfachmärkte, Köln, entsprechen. Diese Märkte verfügen insgesamt über eine Innen-Verkaufsfläche von rund 12.771.000 Quadratmetern. In der branchenüblichen Gewichtung des BHB (Innenfläche zu 100 %, überdachte Freifläche zu 50 %, offener Außenbereich zu 25 %, Baustoff-Drive in-Bereich zu 50 %) ergibt sich eine
gewichtete Verkaufsfläche von rund 14.119.000 Quadratmetern.
Der "typische" deutsche Baumarkt des Jahres 2012 präsentiert im Innenbereich Bau-und
Heimwerkerbedarf auf 4.160 qm; Gartensortimente belegen 1.200 qm. Dies
entspricht per Saldo einer durchschnittlichen Innen-Verkaufsfläche von 5.360 Quadratmetern. Zusätzlich besteht
eine teilüberdachte Freifläche von 1.620 qm, so dass sich eine Verkaufsfläche von 6.980 Quadratmetern
ergibt. Die gewichtete Verkaufsfläche liegt damit
bei 5.930 Quadratmeter. Im Branchendurchschnitt wird pro Baumarkt ein jährliches Brutto-Umsatzvolumen
von rund 7,8 Millionen Euro abgewickelt. Die Flächenproduktivität der Branche liegt
bei 1.450 Euro je Quadratmeter Innen-Verkaufsfläche bzw. 1.310 Euro je Quadratmeter gewichteter Verkaufsfläche.
Der Umsatz im deutschen Gartenmarkt betrug 2010 zu Endverbrauchpreisen insgesamt 17,8 Milliarden Euro brutto. Davon wurden 11,5 Milliarden Euro mit lebendem Grün und 6,3 Milliarden Euro mit Gartenhardware erwirtschaftet.
Nach Angaben des Dähne-Verlags gibt es zum Ende Dezember 2010 insgesamt 3.938 organisierte Gartencenter im deutschsprachigen Raum. Die meisten Gartencenter sind an Baumärkten angeschlossenen oder gehören Kooperationen an.
Die 20 größten deutschen Unternehmen im Gartenbereich zählten insgesamt 3.293 Gartencenter auf einer Gesamtverkaufsfläche von 6,23 Millionen Quadratmetern. Die durchschnittliche Verkaufsfläche eines Gartencenters lag 2010 bei 1.892 Quadratmetern.
Marktführer im Gartenbereich ist das Baumarktunternehmen Obi mit einem geschätzten Bruttoumsatz von 1,85 Milliarden Euro.