Statistiken zu Hochzeit und Ehe in Deutschland
Die Anzahl der Deutschen, die die Ehe für ein überholtes Konzept halten, ist in den letzten Jahren
gestiegen. Trotzdem bleibt die Anzahl der neu geschlossenen Ehen relativ
konstant, im Jahr 2011 wurden rund 378.000 Eheschließungen in Deutschland gezählt. Überstürzt wird dabei nichts, die Deutschen heiraten immer später: Das durchschnittliche Heiratsalter lediger Männer ist in den letzten zehn Jahren
um knappe 5 Jahre gestiegen, bei den Frauen stieg das Heiratsalter im gleichen Zeitraum
um etwa vier Jahre.
Die Anzahl der Scheidungen ist in den letzten Jahren ebenfalls einigermaßen
konstant geblieben – wie auch in den Jahren zuvor wurden beispielsweise im Jahr 2008 etwa
doppelt so viele Ehen geschlossen wie geschieden. Im Jahr 2011 fanden die meisten Scheidungen interessanterweise im legendären „verflixten siebten Jahr“ statt, oder, um genau zu sein, eher
„im verflixten sechsten bis zehnten Ehejahr“. Dieses Muster war auch in
vorangegangenen Jahren zu beobachten. Doch wer diesen Zeitraum nun hinter sich gebracht hat und die Füße hochlegt, sollte lieber noch einen Blumenstrauß besorgen und die Romantik nicht zu kurz kommen lassen – bei Ehen mit 26 und mehr Ehejahren
stieg die Scheidungsrate wieder.
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