Statistiken zum Thema Luxusgüter

Statistiken zum Thema Luxusgüter

Studien und Statistiken zu Luxusgüter

Jeder kann etwas mit dem Begriff Luxus assoziieren – sie sind teuer, von bester Qualität und symbolisieren die Zugehörigkeit zu einer gewissen Schicht.


Eine genaue Definition, was ein Luxusgut ausmacht, fällt jedoch nicht so einfach. In der Volkswirtschaftslehre werden Luxusgüter in der Regel als superiore Güter definiert, deren Nachfrage im Gegensatz zu notwendigen Gütern mit zunehmendem Einkommen überproportional steigt. Notwendige Bestandteile einer Luxusmarke aus Sicht des Marketing sind Exklusivität und Aura: Sie müssen dem Käufer oder der Käuferin ein Gefühl der Besonderheit vermitteln. Entscheidend ist hier die soziale Bezogenheit. Oft ist die Wirkung einer Luxusmarke auf andere mindestens genau so wichtig wie die Erfahrung des Produkts an sich.

Letztendlich stellen Luxusgüter kein distinktes Produkt-, sondern ein Preissegment dar. Dies erschwert die statistische Erfassung der Luxusgüterbranche, da zum Beispiel in den Außenhandelsstatistiken Handtaschen von Louis Vuitton ebenso wie No-Name-Produkte in einer Warenklasse aggregiert werden und Autohersteller wie Daimler sowohl Fahrzeuge der Luxus- als auch der Mittelklasse fertigen.

Diese statistische Unbestimmtheit hat zur Folge, dass viele Firmen und Institutionen den Markt unterschiedlich abgrenzen und Zahlen sich widersprechen können. Die maßgebliche Studie zum Stand der Luxusgüterbranche weltweit ist der gemeinsam von der Unternehmensberatung Bain & Co. und dem italienischen Luxusgüterverband Altagamma herausgegebene Branchenbericht, der einen Schwerpunkt auf die Luxussegmente im Uhren & Schmuck-, Kosmetik-, sowie Bekleidungs- und Lederwarenbereich legt. Die Marktvolumina für Luxusautos oder Jachten werden zwar auch erfasst, werden aber nicht in die Schätzung zum Marktumfang für Luxusgüter weltweit eingerechnet. Diesen Umsatz mit Luxusgütern schätzt Bain für das Jahr 2012 auf rund 212 Milliarden Euro weltweit.

Der französische Luxusgütergigant LVMH (Louis Vuitton – Moet Hennessey), zu dem unter anderem auch Bulgari gehört, ist mit einem Umsatz von über 28 Milliarden Euro im Jahr 2012 der mit Abstand größte genuine Luxusgüterkonzern der Welt. Danach folgen Richemont (u.a. A. Lange & Söhne, Montblanc und Cartier) und Kering (bis 2013: PPR; u.a. Gucci, Yves Saint Laurent und Brioni, aber auch Puma). Louis Vuitton, Hermès und Gucci gelten als wertvollste Luxusmarken der Welt.

Europa und die Amerikas sind weiterhin die wichtigsten Märkte, aber die Bedeutung der asiatischen Schwellenmärkte nimmt rasant zu. Schon heute stellen Chinesen die meisten Käufer von Luxuswaren und erwirtschaften die führenden Luxusgüterhersteller steigende Anteile ihres Umsatzes im Land der Mitte.

Die Strategieberatung Roland Berger taxiert den Markt für Luxusgüter in Deutschland auf fast 13 Milliarden Euro (2011), wobei Autos, Kosmetik, Parfum und Schmuck die wichtigsten Segmente darstellen würden. Die Berater stellten auch einen vergleichsweise niedrigen Anteil des Luxusgütermarkts am BIP in Deutschland fest. Je nach Lesart reflektiert dieses Detail einen gewissen Hang zum Understatement oder weist auf verborgene Potentiale hin.


Foto: sxc.hu / ROSIKA

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Statista Dossier 2013
Sprache:   Deutsch
Seite/n: 141
Veröffentlicht: 2013
Dokument: Powerpoint (PPTX)
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