Daten & Fakten zur Agroindustrie
Die Unternehmen der Agroindustrie sind landwirtschaftlich ausgerichtete Konzerne und Großbetriebe, die großflächig Landwirtschaft betreiben und industrielle Anbau- und Produktionsmethoden anwenden. Die Agroindustrie ist das Gegenstück zur traditionellen Landwirtschaft. Im Allgemeinen wird die Agroindustrie auch als Agrarindustrie bezeichnet.
Die Agroindustrie konzentriert sich auf den Anbau von so genannten Exportkulturen in Plantagenwirtschaften und Treibhäusern. Exportkulturen sind agrarische Erzeugnisse, die primär für den Export angebaut werden. Die Produktion ist großflächig und großräumig angelegt, um den Weltmarkt versorgen zu können. Vor allem in Entwicklungsländern betreiben zahlreiche Unternehmen Agroindustrie, um beispielsweise Baumwolle, Kaffee, Kakao, Tee, Zuckerrohr, Erdnüsse, Kautschuk und Bananen ernten und vertreiben zu können.
Für die Agroindustrie ist in den letzten Jahren die Gentechnik von immer größerer Bedeutung geworden. Durch die sogenannte Genmanipulation landwirtschaftlicher Produkte sollen sowohl die Kapazität als auch die Schädlingsresistenz vergrößert werden.
Die größten in der Gentechnik aktiven Agrar-Konzerne (Umsatz 2007) sind Bayer, Syngenta und Monsanto. Der Bayer-Konzern erzielte zum Beispiel im Jahr 2007 mit Pestiziden einen Umsatz von rund 7,5 Milliarden Euro.