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Die Welt der Insekten in Zahlen

Insekten machen einen Großteil der weltweiten tierischen Artenvielfalt aus. Weltweit sind zirka eine Million Insektenarten bekannt. Es wird allerdings vermutet, dass es fünfmal so viele Arten gibt - die meisten Insektenarten müssen noch entdeckt und beschrieben werden. Der größte Teil der bekannten Insektenarten gehört zur Ordnung der Käfer.

Insekten und ihre Rolle im Ökosystem

Insekten sind für Ökosysteme unerlässlich. Sie zersetzen organisches Material (abgestorbene Pflanzen oder Aas), fressen Schädlinge, dienen selbst als Nahrung für andere Tierarten und funktionieren nicht zuletzt als lebensnotwendige Bestäuber. Fast alle Wild- und Kulturpflanzen werden von Insekten bestäubt, was sie essentiell für die Lebensmittelproduktion macht. Zu den Bestäubern gehören nicht nur Bienen und Hummeln, sondern auch andere Insekten wie Käfer, Schmetterlinge, Wespen oder Schwebfliegen. Je nach Art sind sie auf verschiedenste Pflanzen spezialisiert.

Bienen und Imkerei

Bienen werden bereits seit Jahrtausenden wegen ihrer Honig- und Wachsproduktion von Menschen als Nutztiere gehalten. Honigbienen leben in Kolonien von zehntausenden Tieren. In der Natur bauen sie ihre Behausung selbst, in der modernen Imkerei werden sie dagegen meist in Magazinbeuten (umgangssprachlich auch Bienenstock genannt) gehalten. Weltweit liegt die Zahl der Bienenstöcke bei rund 94 Millionen. In Deutschland gibt es etwa 132.000 Imkerinnen und Imker und über 900.000 Bienenvölker (die meisten davon in Bayern). Die Deutschen essen aber so viel Honig, dass sie ihn trotzdem importieren müssen, um den Bedarf zu decken. Zu den führenden Importländern für Honig zählt entsprechend neben den USA auch Deutschland. Das führende Exportland für Honig und Bienenwachs ist dagegen China.

Ursachen des weltweiten Insektensterbens

Auch wenn Insekten nach wie vor rund zwei Drittel der bekannten Arten ausmachen, reduziert sich ihre Zahl weltweit drastisch. Im Jahr 2019 waren etwa 41 Prozent aller Insektenarten rückläufig. Der größte Anteil rückläufiger und vom Aussterben bedrohter Insektenarten findet sich bei den Köcherfliegen. Fast zwei Drittel der Köcherfliegenarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Auch in Deutschland gehören Köcherfliegen zu den Insekten mit den meisten bedrohten Arten.
Die Hauptursache für das weltweite Insektensterben ist die Intensivlandwirtschaft. Durch die Bewirtschaftung immer größerer Flächen in Monokulturen fehlt es vielen Insektenarten an Nahrung und Lebensraum. Auch die in der Landwirtschaft eingesetzten Düngemittel und Pestizide tragen zum Insektenschwund bei. In den letzten Jahren ist der weltweite Einsatz von Pestiziden deutlich gestiegen. Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen wachsen dagegen oft mehr Wildkräuter und andere insektenfreundliche Blühpflanzen. Das schlägt sich auch in der Anzahl der Insektenarten nieder. Auf ökologisch genutzten Flächen leben im Schnitt rund 30 Prozent mehr Bienenarten als auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Ein weiterer wichtiger Faktor beim Insektensterben ist die fortschreitende Urbanisierung.

Essbare Insekten – Delikatesse, Klimaretter oder Ekelfaktor?

In vielen Ländern sind Insekten bereits ein fester Bestandteil der Ernährung. Und auch in der restlichen Welt gibt es inzwischen Debatten darum, ob Insekten unseren Speiseplan ergänzen sollten. Rund 2.100 essbare Insektenarten sind bisher dokumentiert. Bis 2023 soll der weltweite Umsatz mit essbaren Insekten auf über eine Milliarde US-Dollar ansteigen. Ein großes Argument für das Konsumieren von Insekten ist ihre gute Ökobilanz. Der Mehlwurm ist beispielsweise deutlich ressourcenschonender als Schlachttiere wie Hühner, Schweine und Kühe. Er produziert nicht nur weniger CO2, sondern benötigt auch weniger Wasser und Landfläche als herkömmliche Nutztiere. Außerdem sind Insekten gute Nährstofflieferanten. Grillen enthalten beispielsweise ähnlich viele Proteine und deutlich mehr Eisen als herkömmliche Fleischsorten. Dennoch herrscht in Deutschland bisher wenig Begeisterung gegenüber dem Konsum insektenbasierter Produkte. Nur rund 15 Prozent der Verbraucher und Verbraucherinnen in Deutschland würden Insekten als nachhaltigere Alternative zu Fleisch gerne einmal probieren. Und auch Unternehmen sind mit der Einführung insektenbasierter Produkte eher zurückhaltend.

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