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Mädchen- und Frauenfußball in Deutschland

Fußball gehört zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland – und das nicht nur bei den Männern. Bei einer Umfrage zum Interesse am Frauenfußball aus dem Jahr 2021 gaben über 75 Prozent der weiblichen Befragten an, sehr starkes oder starkes Interesse am Fußball zu haben. Außerdem kann Fußball jedes Jahr eine Million Frauen in Vereine und Mannschaften locken. Dies war nicht immer so: Der Frauenfußball war in Deutschland jahrzehntelang offiziell verboten, weil er als unweiblich und unästhetisch galt. Erst am 31. Oktober 1970 wurde das Spielen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) wieder erlaubt.

Internationale Erfolge

Trotz dieser großen anfänglichen Hürde kann der deutsche Frauenfußball heute große Erfolge feiern: Die A-Nationalmannschaft ist zweifacher Weltmeister und achtfacher Europameister. Zwischen 1995 und 2013 wurde die Europameisterschaft sogar sechsmal in Folge gewonnen – bis heute gibt es kein anderes europäisches Nationalteam, das diesen Rekord brechen konnte, weder bei den Frauen, noch bei den Männern. Bei Olympia gewannen die Frauen bereits vier Medaillen: einmal Gold und dreimal Bronze. Auch in weiteren internationalen Vergleichen spielt die deutsche Frauennationalmannschaft ganz vorne mit: In der aktuellen Weltrangliste steht sie mit über 2.000 Punkten hinter den USA und Schweden auf dem 3. Platz und ist aktuell sogar besser als die Nationalmannschaft der Männer, die in der Rangliste mit knapp 1.600 Punkten auf dem 11. Rang platziert ist. Unter den acht Teams mit den meisten Titelgewinnen in der UEFA Champions League sind vier aus Deutschland (Eintracht Frankfurt, Turbine Potsdam, VfL Wolfsburg und MSV Duisburg).

Deutschlandweite Erfolge

In 1989 wurde die Gründung einer Bundesliga, wie wir sie heute kennen, beschlossen – zunächst in zwei Staffeln, in 1997 wurde sie dann eingleisig. Bis heute hält der FSV Frankfurt den Rekord für die größte Anzahl gewonnener Meistertitel, auch wenn der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München die Bundesliga seit einigen Saisons dominieren. Viele große Namen des deutschen Frauenfußballs stammen aus diesen drei Rekordvereinen. Beispielsweise Birgit Prinz, die nicht nur mehrfache Weltfußballerin geworden ist, sondern auch bis heute die meisten Länderspieleinsätze (214) für Deutschland bestritt. Zum Vergleich: Lothar Matthäus, der derzeitige Rekordspieler der Männer, verzeichnete nur 150 Einsätze.

Mädchen und Frauen beim DFB

Trotz des großen Interesses und internationalen Erfolges des Nationalteams spielen immer weniger Frauen und Mädchen aktiv Fußball. Wie Statistiken zeigen, zeichnet sich mindestens seit 2016 ein kontinuierlicher Rückgang der offiziell gemeldeten Spielerinnen und Mannschaften beim DFB ab. Lagen die Zahlen in der Saison 2016/2017 noch bei über 200.000 Spielerinnen und etwa 10.000 gemeldeten Mannschaften, waren es 2020/2021 nicht mal mehr 150.000 Spielerinnen und 9.000 Teams. Die Corona-Pandemie hat den Negativ-Trend in beiden Fällen nicht ausgelöst, aber verstärkt. Der Rückgang der aktiven Spielerinnen war nach dem ersten Lockdown deutlich höher als in den Saisons davor. Als Ursache gilt die zeitweise komplette Einstellung des Amateurfußballs. In den Saisons 2019/2020 und 2020/2021 wurden über eine Million Spiele in ganz Deutschland abgesetzt.

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