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Statistiken zur Landwirtschaft in den Tropen

Die Tropen sind eine Klimazone, welche ringförmig entlang des Äquators verläuft und bis zum nördlichen und südlichen Wendekreis reicht. Über einhundert Länder liegen ganz oder teilweise in dieser Klimazone und mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung sind hier Zuhause. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen waren es im Jahr 2020 fast 3,4 Milliarden Menschen. Die Bevölkerungsentwicklung ist in vielen tropischen Ländern sehr dynamisch: Von den zehn Ländern mit dem höchsten Bevölkerungswachstum 2019 lagen nur Bahrain und Malta außerhalb der Tropen. In Zukunft werden also noch mehr Menschen in den Tropen leben. Auch ein großer Anteil der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt in der tropischen Klimazone, die dadurch eine wichtige Rolle für die Welternährung spielt. In den letzten Jahrzehnten ist die landwirtschaftliche Fläche in den Tropen gewachsen, während sie in den anderen Weltregionen insgesamt geschrumpft ist.

Klima und Vegetation in den Tropen

Die hohe ganzjährige Sonneneinstrahlung durch die Nähe zum Äquator führt überall in den Tropen dazu, dass die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen kleiner sind als die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht: Es herrscht ein Tageszeitenklima. Trotz dieser klimatischen Gemeinsamkeit gibt es innerhalb der Tropen auch große Unterschiede, die sich in den fünf verschiedenen Vegetationstypen der Tropen widerspiegeln: Man unterscheidet tropische Regenwälder (diese liegen im Bereich der immerfeuchten Tropen in unmittelbarer Äquatornähe), Feuchtsavannen, Trockensavannen, Dornsavannen und Wüsten.

Welcher dieser Vegetationstypen vorherrscht, wird durch das regionale Verhältnis von Niederschlag und Verdunstung bestimmt: In den tropische Gebieten, in denen an zehn bis zwölf Monaten im Jahr ein arides Klima herrscht (die Verdunstung ist höher als der Niederschlag), befindet sich Wüste. Tropische Regenwälder gibt es auf der anderen Seite dort, wo an 9,5 bis zwölf Monaten im Jahr ein humides Klima herrscht (die Niederschläge übertreffen die Verdunstung). Zwischen Regenwäldern und Wüsten liegen die verschiedenen Savannentypen: 9,5 bis sieben humide Monate bringen Feuchtsavannen hervor, sieben bis 4,5 humide Monate Trockensavannen und 4,5 bis zwei humide Monate Dornsavannen.

Der Boden in den Tropen - ein Hindernis für die Landwirtschaft?

Die Bedingungen für die landwirtschaftliche Nutzung sind in den immerfeuchten Tropen (dem Gebiet der Regenwälder) alles andere als ideal. Das liegt vor allem daran, dass der Boden extrem nährstoffarm ist. Organisches Material wird aufgrund der feuchten Hitze sehr schnell zersetzt und - dort wo Bäume fehlen - durch Starkregen weggespült. Deshalb ist die Humusschicht nur sehr dünn. Außerdem haben die klimatischen Bedingungen dazu geführt, dass die Gesteinsschichten im Unterboden metertief verwittert wurden. Pflanzenwurzeln können daher die wenigen im Boden enthaltenen Nährstoffe häufig nicht erreichen.
In den Feuchtsavannen und Trockensavannen der Tropen treffen hohe Niederschläge auf fruchtbarere Böden, das Potential zur landwirtschaftlichen Nutzung ist besser als in den benachbarten Ökozonen. In den ariden und semi-ariden Gebieten der Tropen (Dornsavannen und Wüsten) ist das größte Hindernis für die Landwirtschaft die hohe Trockenheit und die wenige Vegetation. Eine Humusschicht ist teilweise kaum vorhanden. Trotz dieser schwierigen Bedingungen liegt ein großer Teil der globalen Agrarfläche in Trockengebieten.

Landwechselwirtschaft und Wanderfeldbau: die traditionellen Anbauformen

Menschen betreiben schon seit langer Zeit in den Tropen erfolgreich Landwirtschaft. Die traditionellen Methoden sind dabei die Landwechselwirtschaft (Bauern sind sesshaft) und der Wanderfeldbau (Bauern wandern mit den Feldern). Dabei findet ein periodischer Wechsel der Anbauflächen statt. In bewaldeten Gebieten werden neue Kulturflächen mittels Brandrodung erschlossen. Durch die Asche, die bei der Verbrennung entsteht, werden die Böden mit Nährstoffen angereichert. Nach der Anbauphase, die häufig nur ein Jahr dauert, sind die Nährstoffe verbraucht und neue Flächen müssen gerodet werden. Das alte Feld wird zur Brache und braucht teilweise Jahrzehnte, um sich zu regenerieren. In den Trockengebieten der Tropen ist der Anbau nur mit besonders resistenten Nutzpflanzen oder durch zusätzliche Bewässerung möglich. Traditionell ist die dominante Form der Landwirtschaft hier die Tierhaltung durch Nomaden.

Die Landwechselwirtschaft ist eine extrem flächenaufwendige Anbaumethode, man spricht von einer extensiven Nutzung. Sie ist ökologisch tragbar, solange sie in Gebieten mit dünner Besiedlung praktiziert wird. Durch das zunehmende Bevölkerungswachstum und die Verknappung von Waldreserven sind Bauern heute allerdings immer mehr dazu gezwungen, Anbauphasen über ein Jahr hinaus auszudehnen und die Bracheperioden zu verringern. Eine nachhaltige Nutzung ist so nicht mehr möglich, eine unzureichende Erholung der Felder, geringere Ernteerträge, Bodenerosion, Hunger und Armut sind die Folge. Insbesondere in Afrika gilt Landwechselwirtschaft als eine der Ursachen für den rapiden Verlust tropischer Wälder. In Trockengebieten ist es häufig Überweidung, die zu Bodendegradation und schließlich zu Wüstenbildung (Desertifikation) führt. Diese verschiedenen Formen der landwirtschaftlichen Übernutzung durch eine stark armutsgefährdete Bevölkerung werden von Experten als Sahel-Syndrom bezeichnet.

Plantagenwirtschaft: Anbau für den Weltmarkt

Die Landwechselwirtschaft erfolgt überwiegend für den Eigenbedarf (Subsistenzwirtschaft). Ganz anders sieht es bei der Plantagenwirtschaft auf. Diese hat ihre Anfänge im Kolonialzeitalter, als Europäer zur Befriedigung der heimischen Nachfrage Plantagen in den Tropen aufbauten. Die Plantagen von heute sind aber keine Relikte der Vergangenheit, sondern hypermoderne Wirtschaftsunternehmen, die auf riesigen Flächen und in Monokultur Produkte für den Weltmarkt anbauen ("Cash Crops"). Typische Cash Crops sind zum Beispiel Kaffee, Tee, Kakao und Bananen. Besonders gewachsen ist seit Ende des 20. Jahrhunderts aber vor allem die globale Anbaufläche von Palmöl und Soja. Diese werden nicht nur als Nahrungsmittel verwendet, sondern auch als Futter, Agrokraftstoff und als Rohmaterial für die Industrie ("Flexcrops"). Die tropische Plantagenwirtschaft wird aus sozialen und ökologischen Gründen kritisch betrachtet. Sie steht in Zusammenhang mit Landgrabbing durch internationale Konzerne, schlechte Arbeitsbedingungen und einem immensen Verlust an Natur: Für die Anlage der Plantagen müssen jährlich große Flächen artenreicher Waldgebiete und Savannenareale weichen. Die Zerstörung von ganzen Ökosystemen für eine ökonomische Gewinnmaximierung wird von Experten Raubbau-Syndrom genannt.



Weidewirtschaft - eine Gefahr für den Regenwald?

Neben der Plantagenwirtschaft leistet die exportorientierte und stationäre Weidewirtschaft einen gravierenden Beitrag zur Abholzung der Regenwälder. Anders als bei der traditionellen Viehhaltung durch Nomaden erfolgt die Bewirtschaftung bei der stationären Weidewirtschaft durch Großbetriebe auf riesigen Flächen und mit tausenden Tieren. Insgesamt wurden im tropischen Raum im Jahr 2017 auf diese Weise etwa 85 Millionen Tonnen Fleisch produziert. In Südamerika und Südostasien hat sich dabei die Produktionsmenge in den letzten dreißig Jahren verdreifacht. Insbesondere in Brasilien nimmt die Rinderzucht inzwischen immense Ausmaße an. So hat sich Brasilien in den letzten Jahren zum führenden Exportland für Rindfleisch entwickelt - und dafür große Teile des Amazonas-Regenwaldes in Weideland konvertiert. Dabei sind die Böden in den immerfeuchten Tropen nur mäßig für die Rinderzucht geeignet. Die dünne Humusschicht des Regenwaldes lässt nach der Rodung nur für eine kurze Zeit eine saftige Weidefläche entstehen. Relativ schnell werden die Nährstoffe weggespült und neue Flächen Wald müssen gerodet werden.

Tropenholz: ein umstrittener Rohstoff

Tropenholz wird gerne für Möbel verwendet, da es sehr stabil und langlebig ist. Auch für die Papierherstellung wird es häufig genutzt. Die Voraussetzungen für den Rohstoffabbau sind wirtschaftlich gesehen optimal, weil die Bäume schon vorhanden sind und nicht erst aufwendig angepflanzt werden müssen. Außerdem wird Arbeit in tropischen Ländern meist nur äußerst gering vergütet. Das macht Tropenholz zu einem sehr günstigen Rohstoff. Der Tropenholzimport in die EU hat in den letzten Jahren einen deutlichen Einbruch erfahren, was mit einem verstärkten Umweltbewusstsein von Konsumentinnen und Konsumenten zusammenhängen könnte.



Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Landwirtschaft in den Tropen" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Klima und Vegetation der Tropen

Landwirtschaft in den Tropen

Konsum tropischer Produkte in Deutschland

Soziale Aspekte

Ökologische Aspekte

Weitere interessante Statistiken

Statistiken zur Landwirtschaft in den Tropen

Die Tropen sind eine Klimazone, welche ringförmig entlang des Äquators verläuft und bis zum nördlichen und südlichen Wendekreis reicht. Über einhundert Länder liegen ganz oder teilweise in dieser Klimazone und mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung sind hier Zuhause. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen waren es im Jahr 2020 fast 3,4 Milliarden Menschen. Die Bevölkerungsentwicklung ist in vielen tropischen Ländern sehr dynamisch: Von den zehn Ländern mit dem höchsten Bevölkerungswachstum 2019 lagen nur Bahrain und Malta außerhalb der Tropen. In Zukunft werden also noch mehr Menschen in den Tropen leben. Auch ein großer Anteil der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt in der tropischen Klimazone, die dadurch eine wichtige Rolle für die Welternährung spielt. In den letzten Jahrzehnten ist die landwirtschaftliche Fläche in den Tropen gewachsen, während sie in den anderen Weltregionen insgesamt geschrumpft ist.

Klima und Vegetation in den Tropen

Die hohe ganzjährige Sonneneinstrahlung durch die Nähe zum Äquator führt überall in den Tropen dazu, dass die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen kleiner sind als die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht: Es herrscht ein Tageszeitenklima. Trotz dieser klimatischen Gemeinsamkeit gibt es innerhalb der Tropen auch große Unterschiede, die sich in den fünf verschiedenen Vegetationstypen der Tropen widerspiegeln: Man unterscheidet tropische Regenwälder (diese liegen im Bereich der immerfeuchten Tropen in unmittelbarer Äquatornähe), Feuchtsavannen, Trockensavannen, Dornsavannen und Wüsten.

Welcher dieser Vegetationstypen vorherrscht, wird durch das regionale Verhältnis von Niederschlag und Verdunstung bestimmt: In den tropische Gebieten, in denen an zehn bis zwölf Monaten im Jahr ein arides Klima herrscht (die Verdunstung ist höher als der Niederschlag), befindet sich Wüste. Tropische Regenwälder gibt es auf der anderen Seite dort, wo an 9,5 bis zwölf Monaten im Jahr ein humides Klima herrscht (die Niederschläge übertreffen die Verdunstung). Zwischen Regenwäldern und Wüsten liegen die verschiedenen Savannentypen: 9,5 bis sieben humide Monate bringen Feuchtsavannen hervor, sieben bis 4,5 humide Monate Trockensavannen und 4,5 bis zwei humide Monate Dornsavannen.

Der Boden in den Tropen - ein Hindernis für die Landwirtschaft?

Die Bedingungen für die landwirtschaftliche Nutzung sind in den immerfeuchten Tropen (dem Gebiet der Regenwälder) alles andere als ideal. Das liegt vor allem daran, dass der Boden extrem nährstoffarm ist. Organisches Material wird aufgrund der feuchten Hitze sehr schnell zersetzt und - dort wo Bäume fehlen - durch Starkregen weggespült. Deshalb ist die Humusschicht nur sehr dünn. Außerdem haben die klimatischen Bedingungen dazu geführt, dass die Gesteinsschichten im Unterboden metertief verwittert wurden. Pflanzenwurzeln können daher die wenigen im Boden enthaltenen Nährstoffe häufig nicht erreichen.
In den Feuchtsavannen und Trockensavannen der Tropen treffen hohe Niederschläge auf fruchtbarere Böden, das Potential zur landwirtschaftlichen Nutzung ist besser als in den benachbarten Ökozonen. In den ariden und semi-ariden Gebieten der Tropen (Dornsavannen und Wüsten) ist das größte Hindernis für die Landwirtschaft die hohe Trockenheit und die wenige Vegetation. Eine Humusschicht ist teilweise kaum vorhanden. Trotz dieser schwierigen Bedingungen liegt ein großer Teil der globalen Agrarfläche in Trockengebieten.

Landwechselwirtschaft und Wanderfeldbau: die traditionellen Anbauformen

Menschen betreiben schon seit langer Zeit in den Tropen erfolgreich Landwirtschaft. Die traditionellen Methoden sind dabei die Landwechselwirtschaft (Bauern sind sesshaft) und der Wanderfeldbau (Bauern wandern mit den Feldern). Dabei findet ein periodischer Wechsel der Anbauflächen statt. In bewaldeten Gebieten werden neue Kulturflächen mittels Brandrodung erschlossen. Durch die Asche, die bei der Verbrennung entsteht, werden die Böden mit Nährstoffen angereichert. Nach der Anbauphase, die häufig nur ein Jahr dauert, sind die Nährstoffe verbraucht und neue Flächen müssen gerodet werden. Das alte Feld wird zur Brache und braucht teilweise Jahrzehnte, um sich zu regenerieren. In den Trockengebieten der Tropen ist der Anbau nur mit besonders resistenten Nutzpflanzen oder durch zusätzliche Bewässerung möglich. Traditionell ist die dominante Form der Landwirtschaft hier die Tierhaltung durch Nomaden.

Die Landwechselwirtschaft ist eine extrem flächenaufwendige Anbaumethode, man spricht von einer extensiven Nutzung. Sie ist ökologisch tragbar, solange sie in Gebieten mit dünner Besiedlung praktiziert wird. Durch das zunehmende Bevölkerungswachstum und die Verknappung von Waldreserven sind Bauern heute allerdings immer mehr dazu gezwungen, Anbauphasen über ein Jahr hinaus auszudehnen und die Bracheperioden zu verringern. Eine nachhaltige Nutzung ist so nicht mehr möglich, eine unzureichende Erholung der Felder, geringere Ernteerträge, Bodenerosion, Hunger und Armut sind die Folge. Insbesondere in Afrika gilt Landwechselwirtschaft als eine der Ursachen für den rapiden Verlust tropischer Wälder. In Trockengebieten ist es häufig Überweidung, die zu Bodendegradation und schließlich zu Wüstenbildung (Desertifikation) führt. Diese verschiedenen Formen der landwirtschaftlichen Übernutzung durch eine stark armutsgefährdete Bevölkerung werden von Experten als Sahel-Syndrom bezeichnet.

Plantagenwirtschaft: Anbau für den Weltmarkt

Die Landwechselwirtschaft erfolgt überwiegend für den Eigenbedarf (Subsistenzwirtschaft). Ganz anders sieht es bei der Plantagenwirtschaft auf. Diese hat ihre Anfänge im Kolonialzeitalter, als Europäer zur Befriedigung der heimischen Nachfrage Plantagen in den Tropen aufbauten. Die Plantagen von heute sind aber keine Relikte der Vergangenheit, sondern hypermoderne Wirtschaftsunternehmen, die auf riesigen Flächen und in Monokultur Produkte für den Weltmarkt anbauen ("Cash Crops"). Typische Cash Crops sind zum Beispiel Kaffee, Tee, Kakao und Bananen. Besonders gewachsen ist seit Ende des 20. Jahrhunderts aber vor allem die globale Anbaufläche von Palmöl und Soja. Diese werden nicht nur als Nahrungsmittel verwendet, sondern auch als Futter, Agrokraftstoff und als Rohmaterial für die Industrie ("Flexcrops"). Die tropische Plantagenwirtschaft wird aus sozialen und ökologischen Gründen kritisch betrachtet. Sie steht in Zusammenhang mit Landgrabbing durch internationale Konzerne, schlechte Arbeitsbedingungen und einem immensen Verlust an Natur: Für die Anlage der Plantagen müssen jährlich große Flächen artenreicher Waldgebiete und Savannenareale weichen. Die Zerstörung von ganzen Ökosystemen für eine ökonomische Gewinnmaximierung wird von Experten Raubbau-Syndrom genannt.



Weidewirtschaft - eine Gefahr für den Regenwald?

Neben der Plantagenwirtschaft leistet die exportorientierte und stationäre Weidewirtschaft einen gravierenden Beitrag zur Abholzung der Regenwälder. Anders als bei der traditionellen Viehhaltung durch Nomaden erfolgt die Bewirtschaftung bei der stationären Weidewirtschaft durch Großbetriebe auf riesigen Flächen und mit tausenden Tieren. Insgesamt wurden im tropischen Raum im Jahr 2017 auf diese Weise etwa 85 Millionen Tonnen Fleisch produziert. In Südamerika und Südostasien hat sich dabei die Produktionsmenge in den letzten dreißig Jahren verdreifacht. Insbesondere in Brasilien nimmt die Rinderzucht inzwischen immense Ausmaße an. So hat sich Brasilien in den letzten Jahren zum führenden Exportland für Rindfleisch entwickelt - und dafür große Teile des Amazonas-Regenwaldes in Weideland konvertiert. Dabei sind die Böden in den immerfeuchten Tropen nur mäßig für die Rinderzucht geeignet. Die dünne Humusschicht des Regenwaldes lässt nach der Rodung nur für eine kurze Zeit eine saftige Weidefläche entstehen. Relativ schnell werden die Nährstoffe weggespült und neue Flächen Wald müssen gerodet werden.

Tropenholz: ein umstrittener Rohstoff

Tropenholz wird gerne für Möbel verwendet, da es sehr stabil und langlebig ist. Auch für die Papierherstellung wird es häufig genutzt. Die Voraussetzungen für den Rohstoffabbau sind wirtschaftlich gesehen optimal, weil die Bäume schon vorhanden sind und nicht erst aufwendig angepflanzt werden müssen. Außerdem wird Arbeit in tropischen Ländern meist nur äußerst gering vergütet. Das macht Tropenholz zu einem sehr günstigen Rohstoff. Der Tropenholzimport in die EU hat in den letzten Jahren einen deutlichen Einbruch erfahren, was mit einem verstärkten Umweltbewusstsein von Konsumentinnen und Konsumenten zusammenhängen könnte.



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