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Benzinpreise: Kurz- und langfristige Entwicklungen

Der Krieg in der Ukraine führte in Deutschland zu einem enormen Anstieg der Benzin- und Dieselpreise. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, beschloss die Bundesregierung, die Energiesteuer auf die Kraftstoffe für drei Monate zu senken, um so die Autofahrer und Fahrerinnen finanziell zu entlasten. Durch das politische Eingreifen sollte der Dieselpreis um rund 17 Cent und der Benzinpreis um circa 35 Cent billiger werden. Hierfür wurden Steuergelder in Höhe von drei Milliarden Euro veranschlagt. Am 01.06.2022 trat das Entlastungspaket in Kraft, die Kraftstoffpreise sanken kurzfristig, stiegen nach wenigen Tagen jedoch erneut an. Dies wird kritisch beobachtet, da der aktuelle Rohölpreis die hohen Kraftstoffpreise nicht hinreichend legitimiert. Insbesondere die Mineralölkonzerne stehen in der Kritik, da sie in der angespannten Situation hohe Profite einfahren. Gleichzeitig weisen sie die Kritik vehement zurück, die Krise auszunutzen und verweisen dabei auf hohe Weltmarktpreise für Kraftstoffe , die durch eine gesteigerte Nachfrage aus den USA sowie dem schrittweisen Verzicht von russischem Rohöl angetrieben werden. Entsprechend argumentieren die Konzerne, dass die Preise ohne den Tankrabatt noch wesentlicher höher wären. Das Kartellamt konnte bisher keine illegalen Preisabstimmungen feststellen und die ersten Kritiken werden lauter, dass der Plan der Bundesregierung gescheitert ist, die Benzin- und Dieselpreise durch den Tankrabatt für die Bevölkerung zu senken.

Langfristige Entwicklungen


Der Durchschnittspreis für einen Liter Superbenzin lag im Jahr 2021 bei 157,9 Cent. Der Preis pro Liter Superbenzin hat sich binnen der letzten zwanzig Jahre somit um mehr 55 Cent erhöht. Statistik: Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) in Deutschland, Frankreich und Spanien seit Januar 2020 (Stand: 18. März 2020) | Statista Auch die Verbraucherpreise für Dieselkraftstoff sind im gleichen Zeitraum gestiegen. Der Durchschnittspreis für einen Liter Dieselkraftstoff belief sich im Jahr 2021 auf 139,9 Cent. Das entspricht einer Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr um etwa ein Viertel. Der Dieselpreis ist ebenso seit dem Jahr 2001 um mehr als 57 Cent gestiegen. Statistik: Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) in Deutschland, Frankreich und Spanien seit Januar 2020 (Stand: 18. März 2020) | Statista Etwa die Hälfte des Benzinpreises setzt sich aus Steuern und Abgaben zusammen. Am häufigsten tanken die Deutschen bei Aral und Shell, deren gemeinsamer Marktanteil sich Mitte des Jahres 2020 auf mehr als 40 Prozent belief.
Auch im internationalen Vergleich belegen die deutschen Benzinpreise Spitzenplätze. Im Jahr 2022 lag der Verbraucherpreis für Eurosuper im EU-Vergleich in der oberen Hälfte.

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